Neuer Skandal erschüttert Siemens-Spitze
Feldmayer ist im Vorstand unter anderem für die Bereiche Siemens IT Solutions and Services, Siemens Building Technologies AG (SBT), Siemens Real Estate (SRE), Corporate Information Office (CIO) und Global Shared Services (GSS) Europa, einschließlich Regionalorganisation Deutschland (RD) verantwortlich.
Schelsky trat am Dienstag von seinem Amt als AUB-Chef zurück. «Vor dem Hintergrund der Entwicklung der letzten Wochen wird sich die AUB neu ausrichten», teilte die stellvertretende AUB-Bundesvorsitzende Ingrid Brandt-Hückstädt, am Abend in Nürnberg mit.
Nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» wird auch gegen den ehemaligen Finanzvorstand und Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Hermann Baumann ermittelt. Siemens-Vorstand Feldmayer, Baumann und weitere Führungskräfte sollen nach weiteren Informationen der Zeitung dafür verantwortlich sein, dass Schelsky seit 2001 fast 34 Millionen Euro Beraterhonorare erhalten haben, ohne angemessene Gegenleistungen zu erbringen.
Die AUB ist in vielen Betriebsräten des Konzerns vertreten und hat auch einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt. Dort konkurriert sie mit von der IG Metall entsandten Mitgliedern.
Davon unabhängig ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen ehemalige Siemens-Manager. Laut bisherigen Ermittlungen soll eine Gruppe von teils hochrangigen Siemens-Mitarbeitern mindestens 200 Millionen Euro unterschlagen und im Ausland als Schmiergeld eingesetzt haben. Siemens selbst geht sogar verdächtigen Zahlungen von bis zu 420 Millionen Euro nach. (nz)
