21.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Maispflanze
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
BASF tut sich bei der Entwicklung und Vermarktung widerstandsfähigerer Nutzpflanzen mit dem US-Konzern Monsanto zusammen. Beide Firmen teilen sich zwar die Kosten - aber nicht die Erträge.
Der Chemiekonzern BASF
kooperiert bei der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen mit dem US-Saatguthersteller Monsanto. Beide Unternehmen wollen dafür in den kommenden zehn Jahren bis zu 1,2 Milliarden Euro ausgeben, wie BASF am Mittwoch in Ludwigshafen mitteilte.
Erträge mehrheitlich für Monsanto«Das ist eine Superkooperation», sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht in New York: «Wir haben jetzt den besten Partner ausgewählt, den es auf dieser Erde gibt.» Die gemeinsamen Projekte werden von beiden Partnern je zur Hälfte finanziert an den Erträgen soll Monsanto allerdings mit 60, BASF mit 40 Prozent beteiligt werden. Diese Aufteilung sei gerechtfertigt, da Monsanto in die Kooperation deutlich mehr Ressourcen einbringe als BASF, begründete Hambrecht.
BASF habe in den vergangenen Jahren darauf verzichtet, ein eingeführtes Saatgutunternehmen zu erwerben, ergänzte der Konzernchef. Nun könne der Konzern aber die Vertriebswege von Monsanto ebenso nutzen wie die Versuchsflächen des US-Unternehmens weltweit. Nach Angaben des Chemiekonzerns betrifft die Vereinbarung die weltweit wichtigsten Nutzpflanzen: Mais, Soja, Baumwolle und Raps.
Beitrag zum KlimaschutzDie ersten gentechnisch veränderten Produkte aus der gemeinsamen Entwicklung sollen in der ersten Hälfte des nächsten Jahrzehnts auf dem Markt eingeführt werden. Der für Biotechnologie zuständige BASF-Vorstand Peter Oakley sagte, die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen sei auf mehrere Jahrzehnte angelegt. Die Entwicklung anderer gentechnisch veränderter Pflanzen wollen beide Partner jeweils in Eigenregie weiterführen.
«Die Bauern werden von dieser Kooperation deutlich profitieren», versprach Hambrecht. Die Schaffung ertragreicherer und gegen Trockenheit oder Salze widerstandsfähigerer Pflanzen sei nicht nur für die künftige Ernährung der Weltbevölkerung von zentraler Bedeutung, sondern auch für die Schaffung Erneuerbarer Energien und damit für den weltweiten Klimaschutz. (nz/AP)