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«Flüge für 19 Euro müssen verschwinden»

07. Mrz 2007 16:17
Urlauber auf Korfu
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Die deutsche Reisebranche lehnt Zusatzsteuern und Emissionshandel als Maßnahmen gegen den Klimawandel ab. Alltours-Chef Verhuven regt Mindestpreise für Flugtickets an.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) erwartet keine gravierenden Auswirkungen der Klimadebatte auf das Reiseverhalten der Deutschen. «Ein eindeutiger Zusammenhang von grünem Gewissen und Reiseverhalten ist nicht festzustellen», sagte DRV-Geschäftsführer Tobias Jüngert am Mittwoch auf der Reisemesse ITB in Berlin.

Zugleich betonte Verbandspräsident Klaus Laepple, die Branche sei bereit, sich für einen wirkungsvollen Umweltschutz einzusetzen. Von der Politik forderte er mehr Sachlichkeit: «Worthülsen» brächten niemanden weiter. Gefordert seien stattdessen intelligente, technisch und ökonomisch gut durchdachte Konzepte.

Weniger Warteschleifen am Himmel

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Nationale Zusatzsteuern und europäischer Emissionshandel griffen dabei zu kurz. Laepple plädierte vielmehr für die Verminderung der Warteschleifen am Himmel durch den bedarfsgerechten Ausbau von Flughäfen, die Umsetzung der seit Jahren geforderten einheitlichen Flugsicherung und die Optimierung der Flugstrecken.

Alltours-Chef Willi Verhuven regte die Einführung von Mindestpreisen für Flugtickets an: «Die 19,99-Euro-Flüge müssen verschwinden», sagte Verhuven. «Es sollte schon Mindestpreise für eine Flugstunde geben.» Für die einfache Flugstrecke könne er sich 90 Euro als Minimum vorstellen. Durch die Streichung von unnötigen Zwischenlandungen und von Kurzflügen wie von Düsseldorf nach Frankfurt sowie durch eine bessere Auslastung der Flieger könne die CO2-Belastung um 20 Prozent gesenkt werden, schätzt Verhuven.

Kein Freikauf

Von einer freiwilligen Umweltabgabe seitens der Fluggäste wie von Lufthansa vorgeschlagen hält er nur wenig: «Man sollte nicht jedem die Möglichkeit geben, sich von allen Sünden freizukaufen.» Er wisse auch nicht, wie mit einer solchen Abgabe die Klimaveränderung gebremst werden könne. (nz)

 
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