06. Mrz 2007 11:55
Das AKW Brunsbüttel soll bis 2011 Strom produzieren – wenn es nach dem Betreiber geht. Dafür will sich Vattenfall Restlaufzeit aus dem nie funktionierenden Mülheim-Kärlich besorgen.
Der Energiekonzern Vattenfall Europe will sein Atomkraftwerk Brunsbüttel in Schleswig-Holstein zweieinhalb Jahre länger in Betrieb halten: Wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte, hat der deutsche Vattenfall-Ableger beim Bundesumweltministerium beantragt, die Anlage bis Ende 2011 laufen zu lassen – und damit mehr als zwei Jahre länger als im Atomkonsens vereinbart.Dazu sollen 15 Milliarden Kilowattstunden Reststrom aus der nie in Betrieb gegangenen Atomanlage im rheinland-pfälzischen Mülheim-Kärlich des Konkurrenten RWE
RWE selbst war zuvor mit einem ähnlichen Antrag für den eigenen Reaktor A im hessischen Biblis beim Umweltministerium gescheitert – auch wenn die Behörde von Sigmar Gabriel (SPD) das offiziell nicht bestätigen will. Gleichzeitig läuft ein Antrag des Betreibers Energie Baden-Württemberg (EnBW), die eigene Anlage Neckarwestheim I länger als vereinbart laufen zu lassen. Sie müsste im kommenden Jahr stillgelegt werden.Möglich ist, dass mit Eon