Kampf um Airbus hat erst begonnen
28.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auch in Deutschland ist die IG Metall über die geplanten Maßnahmen «schockiert». Gerade der angekündigte Verkauf des Airbus-Werkes in Laupheim sei «überraschend», teilte die Gewerkschaft mit. «Die Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft und in keinster Weise nachvollziehbar», sagte der Geschäftsführer der IG Metall Ulm, Michael Braun.
Der Betriebsrat des Airbus-Werkes im baden-württembergischen Laupheim warnte Airbus, für «Fehler des Managements nicht die Beschäftigten zur Ader lassen». Die Politik forderte er auf, «sich mit uns gemeinsam vehement für den Erhalt des Standortes» einzusetzen.
Die Airbus-Arbeitnehmer in den Werken Varel, Nordenham und Laupheim haben unterdessen nach Angaben der IG Metall Küste die Arbeit niedergelegt und sind nach Hause gegangen. Die Arbeit solle vermutlich erst am Freitag wieder aufgenommen werden. «Sie haben die Schnauze voll», sagte ein Sprecher.
Zuvor waren die Details des Sparprogramms bekannt geworden. Demnach sollen im Zuge der Sanierung insgesamt 10.000 Stellen abgebaut werden. Die deutschen Werke Varel (Niedersachsen) und Laupheim sowie das französische Werk in Saint-Nazaire werden den Angaben zufolge verkauft. An Risikopartner abgetreten werden sollen die Standorte Nordenham (Niedersachsen) sowie Méaulte in Frankreich und Filton in Großbritannien. (nz)

