Airbus streicht 3700 Jobs in Deutschland
Entlassungen soll es im Zuge des Sanierungsprogramms «Power8» aber nicht geben. Die beschlossenen Anpassungen sollten durch natürliche Fluktuation, Vereinbarungen über freiwilliges Ausscheiden und weitere Maßnahmen erfolgen, erläuterte die Tochter von EADS
Die Airbus-Werke in Varel, Laupheim sowie im französischen St. Nazaire stehen den Angaben zufolge zur Disposition. Für diese drei Standorte wolle das Management verschiedene Möglichkeiten ausloten. Dazu zählt neben einem Verkauf an Hauptzulieferer auch eine Abgabe an das Management oder die Zusammenlegung mit anderen Werken. Für den Standort Nordenham sowie für Filton in Großbritannien und Méaulte in Frankreich erwägt Airbus «industrielle Partnerschaften». Für diese Standorte gebe es bereits «unaufgefordert Angebote möglicher Investoren».
Bereits am Vortag war über den Verkauf von Werken spekuliert worden. Allerdings war die Rede von vier Werken - zwei in Deutschland und zwei in Frankreich. Ursprünglich waren sogar insgesamt acht Werke im Gespräch. Die Fabriken sollen nach dem Verkauf weiter für Airbus produzieren stehen dann aber auch gleichzeitig in Konkurrenz, denn Airbus will künftig global einkaufen.
Die Gewerkschaften in Frankreich haben bereits massiven Widerstand angekündigt, sollte Airbus Werke in Frankreich veräußern. Wenn die Standorte in Saint-Nazaire oder Méaulte geschlossen oder verkauft würden, werde dies «als Kriegserklärung» aufgefasst, hatte die französische Gewerkschaft Force Ouvriere gedroht. (nz)

