Die Liste der Kauf-Interessenten ist derweil wieder etwas länger geworden. Dem «Wall Street Journal» zufolge ist auch der Auto-Zulieferer Magna International an einer Übernahme von Chrylser interessiert. Erst Kontakte soll es schon mit Vertretern der amerikanischen Automobil- Gewerkschaft gegeben haben. Die Beteiligten wollten sich auf Nachfrage aber nicht dazu äußern – auch DaimlerChrysler lehnte einen Kommentar ab.Dem Vernehmen nach hat auch der chinesische Auto-Konzern FAW Interesse an Chrysler. Es sei allerdings nicht klar, ob die Chinesen nur einen Anteil oder die komplette Sparte der DaimlerChrysler AG erwerben wollten, hieß es in einem chinesischen Medienbericht. Der Konzern habe Vertreter in die USA gesendet, um über eine Transaktion zu verhandeln.
Der Aufsichtsrat von DaimlerChrysler wollte am Dienstag in Stuttgart zu Beratungen zusammenkommen. Dabei dürfte die Lage bei der US-Sparte eine wichtige Rolle spielen. Über die Zukunft von Chrysler wird seit Wochen spekuliert. Konzernchef Dieter Zetsche hatte kürzlich angesichts der hohen Verluste von Chrysler gesagt, keine Option sei ausgeschlossen. Fest geplant ist bislang lediglich, dass bei Chrysler 13.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. (nz)