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DaimlerChrysler erwägt Aktientausch mit GM

26. Feb 2007 11:03
Montageband in einem Chrysler-Werk in Detroit
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DaimlerChrysler kann sich einen Verkauf von Chrysler an General Motors vorstellen - und zwar bezahlt mit GM-Aktien. Als Aktionär würde der Konzern von Synergien unmittelbar profitieren.

Der Autokonzern DaimlerChrysler erwägt eine Beteiligung an General Motors (GM) für den Fall, dass dieser Chrysler übernimmt. Wie die «Financial Times» unter Berufung auf Firmenkreise berichtete, prüft der Stuttgarter Autokonzern ein voll auf Aktien basierendes Geschäft als denkbare Variante. «Für DaimlerChrysler ist es wichtig, wer Chrysler übernimmt. Der Konzern wäre glücklich, im Gegenzug GM-Aktien zu bekommen», sagte ein Vertreter eines der größten Aktionäre der Zeitung nach Diskussionen mit Managern des Konzerns.

Mindestens zwei der institutionellen DaimlerChrysler-Aktionäre haben dem Bericht zufolge gegenüber dem Management Zustimmung zu einem Aktientausch mit GM signalisiert. Als Minderheitsaktionär von GM würde DaimlerChrysler von Milliarden-Einsparungen bei einem Zusammenschluss der Detroiter Autohersteller unmittelbar profitieren. Allerdings sind kartellrechtliche Probleme bei einer möglichen Fusion von GM und Chrysler programmiert.

Aktientausch mit GM «logisch»

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Eine mit den Gesprächen vertraute Person sagte der «FT», es wäre «verfrüht» zu sagen, DaimlerChrysler habe das Szenario formell gebilligt. Doch sei ein Aktiengeschäft mit GM «logisch». Weder DaimlerChrysler noch GM bestätigten Gespräche. Dem Bericht zufolge läuft aber bereits eine Prüfung der Chrysler-Bücher durch GM-Finanzchef Fritz Henderson. Expertenschätzungen zufolge soll Chrysler zwischen fünf und sieben Milliarden Euro wert sein.

Wie es weiter hieß, gelten auch ein Barverkauf von Chrysler an Finanz- oder Industrieinvestoren sowie eine Ausgliederung der US-Sparte mit anschließendem Börsengang als Alternativen. Bei der Vorlage der Jahresbilanz 2006 hatte DaimlerChrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche angekündigt, es werde für den US-Zweig «keine Option» ausgeschlossen. Die US-Autoindustrie ist bereits seit längerem in der Krise. Zuletzt hatten bereits Renault-Nissan und Hyundai Berichte zurückgewiesen, wonach sie Interesse an Chrysler hätten. (nz)

 
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