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Steigender Strompreis treibt RWE-Profit hoch

23. Feb 2007 09:14
In der RWE-Zentrale in Essen wird trotz steigender Gewinne weiter gespart
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Mittelfristig wird RWE das rasante Wachstumstempo nicht halten können. Der Vorstand stemmt sich mit einem weiteren Sparprogramm dagegen.

Beim Energiekonzern RWE wird der Betriebsgewinn in diesem Jahr noch einmal zweistellig zulegen – mittelfristig erwartet der Vorstand aber eine Halbierung des Zuwachses auf fünf Prozent im Jahr. Das Unternehmen reagiert darauf mit einem weiteren Sparprogramm: Wie RWE am Freitag in Essen mitteilte, sollen die Kosten dadurch um 600 Millionen jährlich reduziert werden. Schon im laufenden Jahr wird ein Ergebnisbeitrag von 100 Millionen Euro erwartet. Details nannte das Unternehmen zunächst nicht.

Im vergangenen Jahr setzte der Konzern nach eigenen Angaben mit 44,26 Milliarden Euro 12,1 Prozent mehr um als 2005. Vor allem höhere Strompreise insbesondere in Deutschland sorgten für das Plus. Das Betriebsergebnis verbesserte sich zugleich um 13,7 Prozent auf 6,11 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben RWE 3,85 Milliarden Euro nach 2,23 Milliarden Euro im Vorjahr. Alle Werte übertrafen die Schätzungen der Analysten.

25 Milliarden Euro Investitionen

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Neben den höheren Strompreisen trug auch die Trennung vom britischen Wassergeschäft zum Ergebnisplus bei. Die Tochter Thames Water war Ende 2006 an die australische Investmentbank Macquarie veräußert worden. Da Einnahmen in vergleichbarer Höhe nicht mehr zu erwarten seien und sich zudem Einmaleffekte aus Änderungen in der Steuergesetzgebung ergeben hätten, warnte das Unternehmen vor einem «starken Rückgang» beim Ertragszuwachs. Bis zum Jahresende soll allerdings noch das US-Wassergeschäft der Tochter American Water im Zuge eines Börsenganges mehrheitlich veräußert werden.

In den kommenden fünf Jahren wird RWE zudem 25 Milliarden Euro investieren. Die meisten Mittel fließen den Angaben zufolge in die Erneuerung des Kraftwerksparks des Konzerns. Aber auch an einen Ausbau des Gasgeschäfts wird gedacht. So sollen Pipelines gebaut werden, um neue Felder zu erschließen. (nz)

 
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