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Konzerne entdecken den Klimawandel

21. Feb 2007 14:40
Eisbären im Norden Kanadas
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Auch die Wirtschaft hat das Thema Klimawandel für sich erkannt. Führende Unternehmen fordern, den CO2-Ausstoß mit Abgaben zu belegen.

Eine Reihe von internationalen Konzernen hat sich in einer gemeinsamen Erklärung dem Klimaschutz verschrieben. Rund 100 international tätige Unternehmen und Organisationen riefen auf einer Konferenz in New York zu schnellen und wirksamen Maßnahmen auf, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

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Die Erklärung bezeichne den Klimawandel als «akutes Problem», teilte die Allianz in München mit. Neben dem Versicherungs- Konzern gehören von deutscher Seite auch die Dax-Konzerne Münchener Rück, Bayer und BASF zum 2004 gegründeten Globalen Round Table zum Klimawandel an. Die Unternehmen forderten die Regierungen auf, «eine Politik zu betreiben, die auf Energieeffizienz und einer Abkehr vom Kohlenstoff in allen Bereichen abzielt».

Nichts konkretes

«Wir haben es mit einem Problem zu tun, das Handeln erfordert, aber nicht sofort gelöst werden kann», warnte der Direktor des Earth Institute an der Columbia University in New York, Jeffrey Sachs und Vorsitzender des Round Table.

Die internationale Wirtschaft strebt nach seiner Darstellung ein Rahmenwerk für globales Handeln mit dem Ziel an, die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels zu entschärfen, ohne negative Folgen für Energieversorgung und Wirtschaftswachstum in Kauf nehmen zu müssen. Über die konkrete Ausgestaltung wurde nichts bekannt, nur dass bis 2012 ein dauerhafter Plan erstellt werden soll.

Die am Dienstag verabschiedete Erklärung ruft die Regierungen in aller Welt auf, Ziele für die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen festzulegen und sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um diese Vorgaben zu erreichen. Dies schließe auch ein, Risiken und Kosten auf sich zu nehmen, betonte der Vorstandschef des weltgrößten Aluminium-Herstellers Alcoa, Alain Belda.

«Aber viel größer sind die Risiken, wenn nicht gehandelt wird.» Ohne eine Mitwirkung von Ländern wie China, Indien, Australien und den USA könne der Klimawandel nicht wirksam bekämpft werden, sagte Sachs. Schon bald werde China die USA als Land mit dem höchsten Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen ablösen. (nz/AP)

 
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