Viacom entscheidet sich für Video-Dienst Joost
Welchen Preis der von den beiden Skype-Gründern, Niklas Zennström und Janus Friis, entwickelte Internetdienst Joost für die Inhalte bezahlt, ist nicht bekannt. Finanzielle Einzelheiten seien von beiden Unternehmen bislang nicht genannt worden, allerdings habe Viacom in der Vergangenheit rund zwei Drittel der Werbeeinnahmen und anderer Kompensationen dafür kassiert, berichtete das US-Wirtschaftsblatt.
«Wir wollen unsere Inhalte über so viele Plattformen wie möglich vertreiben. Voraussetzung ist jedoch eine sichere Umgebung», sagte Viacom-CEO Philippe Dauman in einem Interview. Potentielle Partner sollten wissen, dass Viacm bereit sei zu kooperieren, wenn unsere Inhalte respektiert und geschützt werden. Joost habe zugesichert, die Urheberrechte zu schützen. Das habe die Entscheidung für Joost wesentlich beeinflusst.
Die Vereinbarung könnte den Druck auf Google erhöhen, ebenfalls Lizenzgebühren für die Nutzung von Inhalten zu bezahlen. Über Youtube laufen täglich etwa 100 Millionen Video-Streams. Experten gehen jedoch davon aus, dass formale Lizenzverträge geschlossen werden müssen, um die Website zu einem kommerzieller Erfolg zu machen.
Die beiden Joost-Gründer Zennström und Niklas haben ein neuartiges System für Online-Fernsehen entwickelt. Ähnlich wie die Internet-Telefonie Skype basiert Joost auf dem Peer-to-Peer-Prinzip, wonach Videos nicht von einem Server heruntergeladen werden, sondern jeder in dem P2P-Netz angemeldete Rechner verteilt die Daten weiter. (nz)

