netzeitung.deVerhaftung nach Razzia bei Siemens

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Polizeiwagen an einem Siemens-Standort (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Polizeiwagen an einem Siemens-Standort
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ob Steuern hinterzogen oder gar Betriebsräte gekauft wurden, ist noch offen. Dennoch handeln die Behörden nach den jüngsten Durchsuchungen bei Siemens. Thema: Schwarzgeld bei Siemens Verdacht gegen Siemens-Betriebsräte Siemens geht «wesentliche Schwächen» an Neue Vorwürfe gegen Siemens-Konzern Siemens-Mitarbeiter haben sich nicht bereichert Siemens sucht korrupte Länder Siemens-Manager wegen Schmiergeld angeklagt

Nach den jüngsten Durchsuchungen bei Siemens
ist ein Unternehmer aus Oberfranken in Untersuchungshaft genommen worden. Dem Mann würden Steuerstraftaten zur Last gelegt, sagte ein Behördensprecher am Freitag in Nürnberg. Mit Rücksicht auf das Steuergeheimnis könnten zu dem Tatvorwurf allerdings keine Angaben gemacht werden.

Der Sprecher wollte sich auch nicht dazu äußern, auf welche Anhaltspunkte sich der Verdacht stützt. In Nürnberger Justizkreisen hieß es lediglich, die Verhaftung stehe im Zusammenhang mit den Durchsuchungen bei Siemens in den vergangenen Tagen.

Beratervertrag macht Sorge
Zur Frage, ob es sich bei dem Mann um einen früheren Siemens- Manager und Ex-Betriebsrat handelt, mit dem der Elektrokonzern nach eigenen Angaben einen Beratervertrag unterhalten hatte, wollte sich der Justizsprecher nicht äußern. Der Beratervertrag soll nach Medienberichten Anlass für die Durchsuchungen an den Siemens- Standorten in München, Erlangen und Nürnberg gewesen sein. Ein Siemens-Sprecher bestätigte am Freitag die Existenz des Vertrages.

Nach internen Prüfungen habe das Unternehmen den Beratervertrag Ende 2006 gekündigt, weil der ehemalige Geschäftspartner binnen einer von Siemens festgelegten Frist keinen Nachweis für eine Gegenleistung geliefert habe, sagte der Sprecher. Der Vertrag sei von Siemens- Zentralvorstand Johannes Feldmayer 2001 unterzeichnet worden. Feldmayer sei in diesem Zusammenhang auch von der Staatsanwaltschaft als Zeuge vernommen worden. (dpa)