netzeitung.deJobs erneut wegen Optionen unter Beschuss

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Apple-Chef Steve Jobs (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Apple-Chef Steve Jobs
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Apple-Chef Steve Jobs ist wegen dubioser Optionsgeschäfte erneut in die Schlagzeilen geraten: Dieses Mal handelt es sich um ein Optionspaket von Pixar für den bekannten Animations- Regisseur Lasseter.

Apple-Chef Steve Jobs scheint erfahren im Umgang mit rückdatierten Aktienoptionen. Das lassen jedenfalls neuerliche Vorwürfe vermuten. Dieses Mal dreht es sich nicht um Optionsgeschäfte zu Gunsten von Apple-Mitarbeitern. Vielmehr geht es um ein von ihm als ehemaliger Pixar-Chef unterzeichnetes Optionspaket.

Jobs war nach einem Bericht des «Wall Street Journal» (WSJ) an den Verhandlungen über ein Optionsgeschäft beteiligt, das der berühmte Animationsfilm- Regisseur John Lasseter im Zuge eines Anstellungsvertrages im Jahr 2001 von Pixar erhielt. Das berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider. Prekär: Die Optionen seien zu dem niedrigsten Aktienkurs des vergangenen Jahres angesetzt gewesen. Und der Zeitpunkt dieses niedrigen Kursniveaus lag drei Monate vor der tatsächlichen Unterzeichnung des Anstellungsvertrages.

Welche Rolle spielte Jobs
Unklar sei jedoch, welche Rolle Jobs bei der Auswahl des rückdatierten Zeitpunktes gespielt habe, hieß es weiter. Als früherer Chef von Pixar hat er den Vertrag für Lasseter unterzeichnet. Werden Optionsgeschäfte zurückdatiert auf einen Termin, zu dem die Aktie tief stand, erhöht sich für den Inhaber der Bezugsrechte der Gewinn, während für das Unternehmen zusätzliche Kosten entstehen, weil die Wertpapiere zum aktuellen Kurs ausgegeben werden.

Der Deal ist einer von mehreren undurchsichtigen Optionsgeschäften, die von dem im vergangenen Jahr von Disney übernommenen Trickfilm-Studio vergeben worden waren. Jobs selbst sitzt als größter Einzelaktionär im Aufsichtsrat von Disney. Der US-Unterhaltungskonzern lässt die Praktiken von Pixar bereits intern untersuchen und auch die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC interessiert sich für die Geschäfte.

Jobs steht wegen dubioser Optionsgeschäfte bei Apple bereits in der Kritik. Vor wenigen Wochen musste er dem US-Justizministerium und der SEC Rede und Antwort stehen. In den Jahren 1997 bis 2002 wurden Bezugsrechte auf Apple-Aktien zu Gunsten der Mitarbeiter und zu Lasten des Unternehmens zurückdatiert. (nz)