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Q-Cells rechnet mit Tausenden neuen Jobs

05. Feb 2007 13:24
Q-Cells
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Der Solarzellenhersteller Q-Cells rechnet auf Grund des langfristigen Liefervertrages für den Rohstoff Silizium in den nächsten Jahren mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen am Standort Thalheim.

«Wir halten an unserem Ziel fest, die Zahl der Arbeitsplätze am Standort von bisher rund 1300 bis zum Jahr 2010 auf etwa 5000 zu erhöhen. Darüber hinaus rechnen wir in den Folgejahren zusätzlich nochmals mit 3000 bis 5000 neuen Arbeitsplätzen», sagte der Sprecher der Q-Cells AG (Thalheim bei Wolfen), Stefan Dietrich.

Diese sollen in der Produktion, aber auch im Bereich Forschung und Technologie entstehen. Das Unternehmen mit derzeit rund 940 Beschäftigten ist Kern eines Microtech-Parks, in dem sich mehrere Firmen der Solarbranche angesiedelt haben.

Q-Cells hat einen langfristigen Liefervertrag mit dem zur norwegischen Orkla-Gruppe gehörenden Unternehmen Elkem Solar (Oslo) bis 2018 abgeschlossen. Damit sei gesichert, dass Q-Cells über Jahre hinweg metallurgisches Silizium bekomme. Dies habe auch positive Auswirkungen auf die Tochter- und Beteiligungsfirmen am Standort. Silizium ist die Basis zur Herstellung von Solarzellen, mit denen aus dem Sonnenlicht Energie gewonnen wird.

Q-Cells hat 2006 sein Ergebnis kräftig erhöht und die eigene Prognose übertroffen. Zudem kündigte das Unternehmen weiter kräftig steigende Umsätze und Gewinne an. Q-Cells beteiligte sich an dem norwegischen Siliziumproduzenten REC Renewable Energie. Das Unternehmen werde 17,9 Prozent von dem Großaktionär Good Energies übernehmen, teilte Q-Cells in Thalheim mit.

Im Gegenzug erhöht Good Energies seine Beteiligung an dem ostdeutschen Unternehmen von 26 Prozent auf 49,55 Prozent. Da ein Großteil der neu ausgegeben Titel Vorzugsaktien sind, erhöht der Großaktionär sein Stimmrecht nur auf 29,9 Prozent. Das Tauschgeschäft habe einen Wert von rund 1,1 Milliarden Euro.

Die sichere Versorgung mit Silizium gilt als wichtiger Erfolgsgarant in der Solarbranche, da der Rohstoff wegen des Booms knapp geworden ist. Die Beteiligung an REC werde die Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften weiter stärken, begründete ein Sprecher den Einstieg bei dem norwegischen Unternehmen. Die Q-Cells-Stammaktie legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu und baute damit die Kursgewinne der vergangenen Wochen aus.

Im vergangenen Jahr kletterte der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr von 63,2 Millionen auf 129,1 Millionen Euro. Der Überschuss wuchs 39,9 Millionen auf 87,7 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 80 Prozent auf 539,5 Millionen Euro zu.

Q-Cells hatte Mitte Januar seine Prognose für das abgelaufene Jahr bestätigt, wonach der Überschuss auf 85 Millionen Euro und einen Umsatz auf 525 Millionen Euro steigen sollte. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Q-Cells ein Wachstum von 30 Prozent in Aussicht. Im kommenden Jahr soll die Schwelle von einer Milliarden Euro beim Umsatz durchbrochen werden.

(dpa)
 
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