27.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
GM-Europachef Carl-Peter Forster (re.) mit Opel GT und unbekannten Models
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Tom Waits und Opel haben ihren Streit um Werbespots des Autoherstellers beigelegt. Der Sänger will sich nicht nackt auf der Motorhaube eines Autos räkeln.
Der Sänger Tom Waits hat nach Angaben seines Anwalts seinen Rechtsstreit mit dem deutschen Autohersteller Opel und dessen Werbeagentur McCann Erickson um einen TV-Werbespot beigelegt. Das Verfahren sei «vor kurzem» vor einem Frankfurter Gericht beendet worden. Die Einigung sehe vor, dass Einzelheiten vertraulich blieben, sagte Waits' Anwalt am Freitag.
Der Grammy-Sieger hatte 2005 geklagt, weil er fand, dass Opel-Werbespots mit einer Stimme unterlegt waren, die seiner eigenen zum Verwechseln ähnele. Die Spots waren in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen ausgestrahlt worden.
Dubiose Ehre«Offenbar besteht die höchste Ehre, die unsere Kultur einem Künstler entgegenbringen mag, heutzutage darin, ihn zum Teil einer Produktwerbung zu machen - vorzugsweise indem er sich nackt auf der Motorhaube eines neuen Autos räkelt», hatte Waits kritisiert. «Ich habe diese dubiose Ehre rigoros und dauerhaft ausgeschlagen.»
Opel hatte dagegen erklärt, es handele sich um eine Komposition von Brahms und es sei nicht beabsichtigt gewesen, Waits zu imitieren. (nz)