netzeitung.dePeter Hartz will «vieles klarstellen»

 Herausgeber: netzeitung.de

Peter Hartz (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Peter Hartz
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Als «extrem belastende Zeit» hat Peter Hartz den Untreue-Prozess gegen ihn beschrieben. Ein Buch soll jetzt bei der Vergangenheits-Bewältigung helfen.

Als «vorläufigen Schlussstrich» hat der ehemalige VW-Personalvorstand Peter Hartz das Urteil gegen ihn bezeichnet. «Vor allem die öffentlichen Verunglimpfungen der vergangenen Monate haben uns alle sehr getroffen», sagte Hartz in einem Interview mit der «Saarbrücker Zeitung» mit Blick auf seine Familie. «Es dauert sicherlich noch eine Weile, bis die Wunden verheilt sind.» Die Zeit sei «extrem belastend» gewesen.
Hartz war am Donnerstag vor dem Landgericht Braunschweig zu einer Strafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldbuße von 576.000 Euro verurteilt worden. Er hatte eingestanden, in der VW-Affäre den ehemaligen Betriebsrat Klaus Volkert gekauft zu haben.

Es hätten wichtige Entscheidungen angestanden, die nur mit der Zustimmung des Betriebsrats zu treffen gewesen seien, ließ sich Hartz von seinem Anwalt Egon Müller zitieren. Volkert habe «Hunderttausende» hinter sich bringen können. «Ein Mann wie Volkert verfügte über ein Charisma, das hat er erkannt und das hat er eingekauft», so Hartz' Anwalt. Das Strafmaß war zuvor schon mit dem Gericht abgesprochen – Hartz hatte im Gegenzug versprochen, ein umfassendes Geständnis abzulegen.

Der ehemalige VW-Manager behält sich trotzdem vor, gegen das Urteil Revision einzulegen. «Die Revisionsfrist läuft eine Woche nach der Urteilsverkündung aus», so Hartz. «Innerhalb dieser Frist werde ich mich entscheiden,»

Im März will Hartz sein «Macht und Ohnmacht» vorstellen. «In diesem Buch spreche ich erstmals ausführlich über mein Leben – von der Kindheit über mein berufliches Wirken im Saarland und Wolfsburg bis hin zu dem Prozess in Braunschweig.» Es sei ein Buch, «das vieles klarstellt». (nz)