netzeitung.deMicrosoft kann Windows-Panne verschmerzen

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Windows Vista (Foto: Microsoft<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Windows Vista
Foto: Microsoft
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Verspätung des neuen Betriebssystems Windows Vista hat Microsoft im abgelaufenen Quartal einen Gewinn-Rückgang beschert. Die Börse war dennoch zufrieden.

Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wegen der Verzögerung bei der Einführung der neuen Windows-Betriebssystems Vista einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Das Ergebnis ging um 28 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar zurück, wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Redmond im Bundesstaat Washington bekannt gab.

Vista wurde am 30. November für Firmenkunden freigegeben. Für Privatanwender gibt es das neue PC-Betriebssystem erst ab kommenden Dienstag. Ursprünglich hatte Microsoft die neue Software schon Ende vergangenen Jahres auf den Markt bringen wollen. Doch traten technische Probleme auf, die die Auslieferung verzögerten.

Um die Kunden möglichst schnell zu einem Umstieg auf das neue Betriebssystem zu bewegen, gab Microsoft Coupons für ein Upgrade auf die neue Software aus. Aus diesem Grund wird sich den Angaben zufolge auch Umsatz in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar auf das dritte Quartal verschieben.

Viel auf dem Spiel
Für Microsoft steht mit der Veröffentlichung der neuen Versionen von Windows und Office viel auf dem Spiel. Denn diese beiden Produkte sind bislang für einen großen Teil des Umsatzes und vor allem des Gewinns verantwortlich, mit dem andere Projekte wie die Spielkonsole Xbox oder der tragbare Player Zune finanziert werden. Die Verkaufs-Prognose der Spiele-Konsole Xbox konnte das Unternehmen auch nicht einhalten.

Microsoft war für das laufende Geschäftsjahr davon ausgegangen, zwischen 13 und 15 Millionen der Konsole an den Mann bringen zu können - jetzt wurde die Prognose auf zwölf Millionen Stück reduziert. Die Konsole wird zudem zu einem subventionierten Preis verkauft: Gewinn erhofft sich das Unternehmen über den Verkauf der Spiele.

Der Gewinn pro Aktie lag bei 26 Cent und damit leicht über der Erwartung der Analysten. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar, auch dies lag leicht über der Markterwartung. Dennoch gewannen die Aktien des Unternehmens nachbörslich an Wert. (nz)