25.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Peter Hartz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ex-VW-Manager Hartz drohen Geld-Forderungen von mehr als drei Millionen Euro. Die Management-Versicherung will die gezahlte Versicherungs-Leistung zurück.
Dem früheren VW-Personalvorstand Peter Hartz drohen als Spätfolge der VW-Affäre möglicherweise hohe Regress-Forderungen: Nach seinem Geständnis im Braunschweiger Strafprozess hat eine von Volkswagen abgeschlossene Versicherung Millionenforderungen gegen Hartz angemeldet, wie sein Anwalt Egon Müller am Donnerstag sagte.
Zusammen mit einer Geldstrafe aus dem Prozess kommen auf den 65-Jährigen damit Forderungen von mehr als drei Millionen Euro zu. Staatsanwältin Hildegard Wolff teilte in ihrem Plädoyer mit, dass sich bereits eine vom zuständigen Versicherungsunternehmen beauftragte Anwaltskanzlei aus Köln Akteneinsicht verschafft habe.
Mehr als drei Millionen«Er wird auf jeden Fall in Höhe von 2,6 Millionen Euro in Regress genommen», sagte Wolff über den Angeklagten. Das ist genau die Schadenssumme, die Hartz wegen der Sonderbonuszahlungen an Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert, einen Scheinvertrag für Volkerts Geliebte und ungerechtfertigte Spesen vorgeworfen wird.
Eine von VW abgeschlossene so genannte D&O-Versicherung hatte dem Unternehmen diese Schäden ersetzt und will sich das Geld nun beim 65 Jahre alten Hartz zurückholen. D&O-Versicherungen zahlen für Fehler von Top-Managern. Außerdem kommt aus dem Braunschweiger Urteil voraussichtlich eine Geldstrafe von 576.000 Euro auf Hartz zu.
Zusammen mit der Regressforderung drohen ihm so Forderungen von rund 3,2 Millionen Euro. Dazu kommen hohe Honorarkosten für seinen Top-Wirtschaftsanwalt Müller. Sein Einkommen hatte Hartz als Rentner auf 25.700 Euro im Monat beziffert, außerdem hatte er ein in Aktien angelegtes Vermögen von 2,7 Millionen Euro angegeben. (nz)