23.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Razzia bei der GEZ
Ein führender Mitarbeiter der Gebühren-Einzugszentrale soll mit Bordell- und Restaurant-Besuchen bestochen worden sein. Die Staatsanwaltschaft durchsucht die Geschäftsräume der GEZ.
Die Staatsanwaltschaft Wuppertal durchsucht seit dem frühen Dienstagmorgen die Geschäftsräume der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) in Köln. Ein entsprechender Vorabbericht der Kölner Zeitung «Express» wurde am Dienstag von der Behörde bestätigt.
Gegen einen Chefeinkäufer der GEZ und andere führende Mitarbeiter bestehe der dringende Tatverdacht des Betrugs und der Untreue, sagte Staatsanwalt Alfons Grevener. Ein Verkäufer einer Wuppertaler Computerfirma habe die Einkäufer der GEZ offenbar mit Besuchen in Bordellen, Restaurants und bei Sportveranstaltungen bestochen. Auch andere Unternehmen unter anderem in Köln, Düsseldorf, Aachen und Troisdorf würden durchsucht.
Die GEZ selbst betonte, «alles zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen». Alle geforderten Unterlagen würden der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. «Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegen Einzelpersonen nicht gegen die Institution GEZ oder den Einzug der Rundfunkgebühren.»(nz)