netzeitung.deApple-Chef wegen Optionsgeschäften verhört

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Apple-Chef Steve Jobs (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Apple-Chef Steve Jobs
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Börsenaufsicht und US-Justizministerium haben Apple-Chef Jobs wegen zurückdatierter Aktienoptionen befragt. Dass die Firma selbst ihm nichts vorzuwerfen hat, überzeugt die Behörden nicht.

Apple-Chef Steve Jobs hat sich in der vergangenen Woche den Fragen der US-Justiz gestellt. Jobs wurde sowohl von der Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) als auch vom Justizministerium wegen zurückdatierter Aktien-Optionsgeschäfte vernommen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Befragung vertraute Rechtsanwälte berichtete. Die geheimen Gespräche fanden in der vergangenen Woche im kalifornischen San Francisco statt. SEC und Jobs Verteidiger wollten den Bericht nicht kommentieren.

Hintergrund sind zweifelhafte Optionsgeschäfte, bei denen Bezugsrechte auf Apple-Aktien in den Jahren von 1997 bis 2002 zu Gunsten der Mitarbeiter und zu Lasten des Unternehmens zurückdatiert wurden. Aktienoptionen erlauben den Mitarbeitern, Wertpapiere zu einem Stichtag zu erwerben. Werden die Geschäfte zurückdatiert auf einen Termin, zu dem die Aktie tief stand, erhöht sich für den Bezugsrechte-Inhaber der Gewinn – für das Unternehmen entstehen zusätzliche Kosten, weil die Wertpapiere zum aktuellen Kurs ausgegeben werden.

Apple hatte Firmenchef Jobs in einer internen Untersuchung von jeder Schuld freigesprochen und fand keinen Anhaltspunkt für ein Vergehen – die US-Behörden überzeugt das offenbar nicht. Jobs selbst hatte die firmeninternen Untersuchungen angestoßen. (nz)