Sony kann PS3-Versprechen nicht halten
16.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Japaner testen Playstation 3
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Dem Sony-Konzern dürfte es im laufenden Geschäftsjahr besser gehen als zuletzt. Das liegt aber nicht an der neuen Spielekonsole, sondern an der starken Nachfrage nach Flachbildschirmen und Mobiltelefonen.
Das schwache Weihnachtsgeschäft mit der Playstation 3 in den USA gefährdet die Verkaufsziele des Sony-Konzerns für seine neue Spielekonsole. Experten des japanischen Analystenhauses Nomura schätzen inzwischen, dass nur drei Viertel der geplanten Stückzahlen im laufenden Geschäftsjahr verkauft werden können.
Bis zu dessen Ende im März will Sony sechs Millionen PS3 in Japan und den USA verkauft haben. In Europa wird das Gerät erst ab März angeboten. Die Nomura-Experten gehen indes davon aus, dass nur insgesamt 4,5 Millionen PS3 verkauft werden können. Eine Sony-Sprecherin betonte indes in Tokio, das Unternehmen halte an seiner eigenen Vorgabe fest.
Erfolgreiches WeihnachtsgeschäftAnfang der Woche war bekannt geworden, dass sich die Konkurrenz von Microsoft, die Xbox 360, im Weihnachtsgeschäft auf dem weltweit wichtigsten Markt 1,1 Millionen Mal gekauft wurde. Damit reklamierte Microsoft einen Anteil von 51 Prozent am Gesamtabsatz für sich. Die Playstation lag den Microsoft-Zahlen zufolge mit 22 Prozent Marktanteil abgeschlagen auf Rang drei: Während Sony nur 491.000 Geräte verkauft habe, habe die japanische Konkurrenz Wii von Nintendo mit 604.000 Stück einen Anteil von 37 Prozent erreicht, hieß es.
Microsoft hat ein Jahr VorsprungSony hatte zugleich bekannt gegeben, im Weihnachtsgeschäft sei die Vorgabe von einer Million in den USA verkaufter PS3 erreicht worden. In Japan wurde allerdings nicht einmal eine halbe Million erreicht. Die Produktion der PS3 leidet nach Konzernangaben seit dem Marktstart unter Zulieferproblemen. Insbesondere sollen blaue Dioden für den eingebauten DVD-Nachfolger Blue-ray rar sein. Microsoft hatte die neue Xbox zudem etwa ein Jahr vor den neuen Konsolen der beiden Konkurrenten auf den Markt gebracht.
Anleger in Tokio störte die Prognosen-Kürzung durch die Analysten von Nomura indes wenig: Sony-Papiere gingen am Dienstag um zweieinhalb Prozent fester aus dem Handel. Denn die Experten hatten in ihre Warnung deutlich abgemildert: Sie behielten ihre Einschätzung bei und nannten sowohl die starke Nachfrage nach Flachbildschirmen als auch den Erfolg des Handy-Jointventures SonyEricsson als Grund. (nz)