netzeitung.deZumwinkel droht Rivalen mit Preiskampf

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Klaus Zumwinkel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Klaus Zumwinkel
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Postchef Zumwinkel hat mehr Angst vor dem Fall des Briefmonopols als bisher eingeräumt: Bei einem Verlust von «zu viel Marktanteil» droht er mit Preissenkungen, die die Konkurrenz «ganz schön durcheinanderbringen werden».

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post
, Klaus Zumwinkel, droht seinen Konkurrenten mit einem harten Preiskampf nach dem Ende des Briefmonopols. «Wenn ich zu viel Marktanteil verliere, behalte ich mir Preissenkungen vor, die die Geschäftspläne der Wettbewerber ganz schön durcheinanderbringen werden», sagte Zumwinkel der «Financial Times Deutschland» zufolge.

In der Äußerung sieht die Zeitung einen Beleg dafür, für wie bedrohlich der Postchef den nahenden Wettbewerb inzwischen hält. Bislang habe er den Effekt stets als überschaubar beschrieben, hieß es. Ein harter Preiskampf könnte aber die Gewinnstärke des Konzerns untergraben. Die Briefsparte zählt derzeit zum lukrativsten Geschäft der Deutschen Post – sie steuerte im vergangenen Jahr 30 Prozent des Umsatzes von 44,6 Milliarden Euro und mit zwei Milliarden Euro fast die Hälfte des Konzerngewinns bei.

Wettbewerb machte Pakete billiger
Noch sind im deutschen Briefmarkt nur Nischen für Rivalen geöffnet. Sendungen bis 50 Gramm darf praktisch nur die Post transportieren, doch dieses Monopol soll nach Plänen der Bundesregierung Ende 2007 aufgehoben werden. Plänen der EU-Kommission zufolge sollen die Monopole im Jahr 2009 in allen EU-Ländern fallen. Dagegen gibt es in einigen Mitgliedstaaten, vor allem in Frankreich, Widerstand. Um die Abhängigkeit vom deutschen Briefmonopol zu mindern, hat die Post in den vergangenen Jahren im Ausland zugekauft.

Im Paketgeschäft spürt die Post bereits heute den harten Wettbewerb. Hermes, eine Tochter des Otto-Konzerns, hat in den vergangenen Jahren der Post Marktanteile abgenommen. Ähnlich wie es Zumwinkel jetzt für die Briefsparte ankündigte, hat die Post auch bei Paketen mit Preissenkungen reagiert – Anfang Juli senkte sie ihre Tarife deutlich. Am Dienstag hatte die Post ferner beschlossen, das deutsche Paketgeschäft mit der Briefzustellung zusammenzulegen, um Kosten zu sparen. (nz)