netzeitung.deMobilcom setzt sich gegen Großaktionär durch

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Mobilcom-Zentrale (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mobilcom-Zentrale
Foto: dpa
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Mobilcom-Aktionär Drillisch darf auch künftig keinen Vertreter in den Aufsichtsrat schicken. Damit erzielte Mobilcom einen Erfolg vor Gericht.

Drillisch-Chef Paschalis Choulidis hat im Machtkampf mit dem Management des Wettbewerbers Mobilcom
offenbar eine Niederlage erlitten. Wie die «Financial Times Deutschland» berichtete, lehnte es das Kieler Landgericht am Mittwoch ab, den Drillisch-Hauptaktionär Volkmar Spielmann als Mobilcom-Aufsichtsrat zu bestellen. Der Mobilfunker Drillisch ist mit etwa zehn Prozent an dem Konkurrenten beteiligt.

Drillisch will durch die Beteiligung an dem größeren Wettbewerber die Konsolidierung der Branche anstoßen und die Mobilcom-Strategie zu ändern. Zeitungsberichten zufolge will das hessische Unternehmen den Anteil auf 20 Prozent erhöhen. Um den Einfluss bei Mobilcom zu stärken, will Drillisch einen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden.

Gericht zweifelt
Die Büdelsdorfer halten das allerdings für keine gute Idee und lehnen die Forderung ab. «Aus Sicht der Gesellschaft soll ein Aufsichtsratsmitglied nicht von einem direkten Wettbewerber benannt werden», sagte ein Mobilcom-Sprecher. Außerdem sei eine solche Vorgehensweise rechtlich zweifelhaft.

Der zuständige Richter hatte der «FTD» zufolge Zweifel daran, dass Spielmann als Mobilcom-Kontrolleur im Interesse des Büdelsdorfer Mobilfunk-Serviceproviders handeln würde. Stattdessen wurde dessen Wunschkandidat, der Berliner Anwalt Oliver Brexl, als Aufsichtsrat eingesetzt, wie es weiter hieß. (nz)