13.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Industrielle Fleischverarbeitung
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Erneut ist in Bayern verdorbenes Fleisch aufgetauscht: Beamte fanden in einem türkischen Supermarkt gleich anderthalb Tonnen verdorbene Ware.
In einem türkischen Supermarkt in Aschaffenburg sind gleich 1,5 Tonnen verdorbenes Fleisch gefunden worden. «Es gibt hier einen Fleischskandal», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt, Ernst Wich-Knoten, am Montag. Die offensichtlich verdorbene Ware sei bei einer Routinekontrolle aufgefallen. Es handele sich um Lamm-, Rind- und Hühnerfleisch.
Ein Teil der Ware habe bereits im Verlaufsraum gelegen, sagte Wich-Knoten. Das meiste sei allerdings im Lager entdeckt worden. Es sei noch unklar, ob das Fleisch umetikettiert worden sei. Zuletzt war in der vergangenen Woche in München tiefgekühltes Fleisch mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum gefunden worden.
Ermittlungen gegen zwei VerdächtigeWie der Leitende Oberstaatsanwalt weiter sagte, wird nun gegen den Geschäftsführer des Supermarktes sowie gegen einen Gesellschafter ermitteln. Sie würde des Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz verdächtigt. Die Fleischabteilung sei nach dem Fund sofort geschlossen worden, wie der zuständige beamte des Ordnungsamtes betonte. Das Fleisch werde nach einer Untersuchung vernichtet. (nz)