netzeitung.deAuch Telekom-Vorstand will verzichten

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Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke
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Nicht nur die Beschäftigten sollen Zugeständnisse bei den Löhnen machen, auch Telekom-Chef Ricke will kürzer treten. Zugleich verteidigte er die geplante Gehaltskürzung für die rund 45.000 Mitarbeiter.

Der Vorstand der Deutschen Telekom
will ebenfalls auf einen Teil seiner Bezüge verzichten. Das kündigte Konzernchef Kai-Uwe Ricke an. «Unter meiner Führung gab es bereits einen Gehaltsverzicht. Wir sind bereit, wieder ein Zeichen der Solidarität zu setzen», sagte er in einem Interview der «Bild»-Zeitung.

Zugleich verteidigte er den am Dienstag angekündigten Konzernumbau und den von rund 45.000 Mitarbeitern geforderten Lohnverzicht von 30 bis 50 Prozent. «Keiner nimmt den Mitarbeitern einfach die Hälfte des Gehalts aus dem Portemonnaie. Wir werden mit den Gewerkschaften über Gehälter, flexiblere und längere Arbeitszeiten sowie Sozialverträglichkeit reden. Ich weiß, dass ich damit keine Begeisterungsstürme auslöse. Aber geringer bezahlte Arbeit ist besser als keine Arbeit», zitierte ihn das Blatt.

Ricke will nichts ausschließen
Ricke versicherte erneut, dass bis 2010 über den bereits beschlossenen Personalabbau hinaus keine weiteren Stellen gestrichen werden. «Für 2009 und 2010 gibt es keinen neuen Abbauplan.» Allerdings könne niemand «mit absoluter Sicherheit» ausschließen, dass es zu einer weiteren Streichung von Jobs komme.

Am Wochenende war in Medienberichten aus einem angeblichen internen Vorstandspapier zitiert worden, wonach nach dem Abbau von 32.000 Stellen bis 2008 die Streichung weiterer 23.000 Arbeitsplätze bis 2010 geprüft werde. Die Telekom brauche statt der aktuell 167.000 Mitarbeiter lediglich noch 93.000 Beschäftigte. «Eine solche Zahl gibt es auf Vorstandsebene nicht», widersprach Personalvorstand Heinz Klinkhammer den Berichten. Er dementierte, dass es ein solches Vorstandspapier gebe. (nz)