Telekom gliedert 45.0000 Stellen aus
24.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Mitarbeiter müssen sich dafür jedoch auf Gehaltseinbußen einstellen. «Wir erwarten ein Entgegenkommen der Sozialpartner», sagte Klinkhammer. Die hohen Personalkosten machten es im Inland unmöglich, die gleiche Zahl von Mitarbeitern bei unveränderten Konditionen wirtschaftlich zu beschäftigen. So lägen die Vergütungen im Service- Bereich um bis zu 50 Prozent über dem Branchenschnitt. «Wir können die betroffenen Arbeitsplätze nur dann langfristig sichern, wenn es uns gelingt, die Arbeits- und Entgeltsysteme konsequent am Marktniveau auszurichten», sagte Klinkhammer. Für den Fall, dass das Lohnniveau nicht gesenkt werden kann, droht der Manager mit dem Verkauf von Serviceeinheiten.
Seit der Privatisierung vor zehn Jahren haben die Telekom über 100.000 Menschen verlassen. Das derzeit laufende Sparprogramm umfasst den Weggang von 32.000 Menschen bis zum Jahr 2008. Die Gesellschaft setzt dabei neben Altersteilzeit auf Vorruhestandsregelungen und Abfindungen. Auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtete das Unternehmen bislang. Klinkhammer hatte zuletzt einen weiteren Abbau nach dem Jahr 2008 für wahrscheinlich gehalten.
Betroffen von den Einschnitten beim Personal ist vor allem die Festnetzsparte T-Com, deren Erlöse und Kundenzahlen sinken. Grund ist der harte Wettbewerb, der durch die Regulierung begünstigt wird. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hatte daher bereits die Prognose für diese und das kommende Jahr deutlich nach unten schrauben müssen. Daraufhin war eine Debatte über eine Abberufung von Vorstandschef Ricke entbrannt. (nz)

