Bertelsmann warnt vor «Preisblase» im Internet
Der Firmenchef maß dem Internet-Geschäft zwar große Bedeutung für Bertelsmann zu. In den kommenden zehn Jahren werde die TV-Tochter RTL aber der «größten Gewinnbringer» des Konzerns bleiben, prognostizierte Thielen. Der technische Wandel im Zuge der Digitalisierung sei aber «immens»: Wenn Hunderte neuer Sender entstünden, müsse Bertelsmann das mitgestalten.
«Insofern wird ein beträchtlicher Teil unserer Investitionen bis auf weiteres in das Fernsehen gehen.» Im Internet mache der Konzern etwa eine Milliarde Euro Umsatz mit dem Verkauf von Büchern, CDs und DCD und mit Einnahmen aus der Online-Werbung. «Das ist aber noch zu wenig», räumte der Vorstandschef ein.
Zugleich räumte er ein, dass Bertelsmann die Chance mit Computerspielen verschlafen habe: «Wir haben das bei der Bertelsmann Music Group vor zehn Jahren betrieben, aber als wir 100 Millionen Dollar verloren hatten, haben wir gesagt: Das ist nichts für uns.» Der Konzern habe zu früh aufgegeben: «Wir haben manchmal zu wenig Geduld. Da können wir noch dazulernen», gestand Thielen. (nz)

