10.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Liz und Reinhard Mohn
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Bertelsmann- Eignerfamilie Mohn ist der große Verlierer unter Deutschlands Superreichen. Die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht halten sich auch international in der Spitzengruppe.
Die beiden Gründer der Supermarktkette Aldi bleiben die reichsten Deutschen: Das «Manager Magazin» schätzt ihr Vermögen auf jeweils mehr als 16 Milliarden Euro, wie das Wirtschaftsblatt am Dienstag berichtete. Karl und Theo Albrecht bleiben damit auch in der zum sechsten Mal erstellten Rangliste der hiesigen Superreichen auf den Rängen eins und zwei. International weist ihnen das Blatt die acht- und neuntgrößten Vermögen zu.
Den Albrecht-Brüdern folgt Dieter Schwarz, der mit seinem Discounter Lidl und der Kaufland-Kette ebenfalls im Einzelhandel reich geworden ist. Das Vermögen des 67-Jährigen werde auf mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt. Insgesamt wurden demnach 100 Menschen oder Familien hierzulande ermittelt, deren geschätztes Vermögen die Milliardengrenze übersteigt so viele wie noch nie.
Verlierer MohnGrößter Gewinner war demnach Klaus-Michael Kühne vom Logistiker Kühne & Nagel, dessen Vermögen um 1,9 Milliarden Euro anwuchs. Auch die Familie Schwarz-Schütte, die sich zuletzt von ihrem Medikamentenkonzern Schwarz Pharma
getrennt hatte, wurde bei einem plus von 1,25 Milliarden Euro deutlich reicher. Um 1,05 Milliarden Euro zugelegt hat dem Magazin zufolge auch das Vermögen von Madeleine Schickedanz. Sie hält die Hälfte der Anteile am KarstadtQuelle- Konzern
.
Dagegen büßte die Familie Mohn, die den Medienkonzern Bertelsmann besitzt, 1,5 Milliarden Euro ein. Auch Curt Engelhorn, vormals Eigner des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim, verlor demnach geschätzte 1,3 Milliarden Euro.
Reichste Familie hat fast zehn MilliardenHinter den Albrecht-Brüdern und dem Lidl-Gründer folgt auf der Liste Susanne Klatten, Erbin von hohen Beteiligungen an Altana
und BMW
mit einem geschätzten Vermögen von 7,75 Milliarden Euro. Rang fünf belegt laut «Manager-Magazin» die Familie Otto, Eignerin des gleichnamigen Versandhandels, mit 5,4 Milliarden Euro. Dietmar Hopp, Mitgründer des Software-Herstellers SAP
, darf demnach 5,3 Milliarden Euro sein Eigen nennen.
Als reichste Großfamilien führt das Blatt die Familie Haniel mit einem Vermögen von 9,1 Milliarden Euro auf, die am gleichnamigen Industrieunternehmen ebenso beteiligt ist wie am Handelskonzern Metro
. Der Familien Brenninkmeyer mit ihrer Bekleidungskette C&A wird ein Vermögen von fünf Milliarden Euro zugewiesen. Die Siemens-Familie soll aus dem Erbe des Gründers des gleichnamigen Konzerns
soll über 3,7 Milliarden Euro verfügen. (nz)