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Post stellt Grundversorgung in Frage

11. Sep 2006 10:02
Ein Briefkasten der Deutschen Post
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Mit dem Auslaufen des Briefmonopols sieht sich die Post nicht mehr für die Grundversorgung zuständig. Filialen mit geringem Umsatz droht die Schließung – mit geringeren Preisen rechnet die Post auch nicht.

Die Deutsche Post stellt die im Grundgesetz verankerte Verpflichtung zur flächendeckenden stationären Post-Versorgung in Frage. Im jetzigen Umfang sei die Regelung ein «Anachronismus» aus vergangenen Behördenzeiten, sagte Brief-Vorstand Hans-Dieter Petram in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung».

Spätestens nach dem Auslaufen des Briefmonopols stelle sich in Deutschland zwangsläufig die Frage, in welchem Umfang eine postalische Grundversorgung der Bevölkerung längerfristig erbracht werden könne und wer dies bezahlen solle. Nach Aussage von Petram werde die Post aber auch in Zukunft «selbst im kleinsten Dorf» Briefe und Pakete zustellen.

Kein sinkenden Preise erwartet

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«Um täglich aber ein paar Briefmarken zu verkaufen, müssen wir dort keine stationären Filialen unterhalten», kündigte er an. Wenn die Deutsche Post weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur aufwendigen Grundversorgung leisten solle, dann müsse das auch bei den ab 2007 regulierten Preisen berücksichtigt werden, forderte Petram. Auch deshalb sieht er für die große Masse der Privatkunden keine Verbilligungen.

Mit einem massiven Rückgang des Marktanteils zu Gunsten der Konkurrenz rechnet Petram nicht. In größerem Umfang Briefe einzusammeln, zu transportieren und zuzustellen, werde für die Wettbewerber der Post keine Gewinne abwerfen, ist er überzeugt. Das Brief-Monopol der Deutschen Post läuft nach den Plänen der Bundesregierung Ende 2007 aus. (nz)

 
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