Der Konzern hatte Mitte Juni ein Joint Venture mit dem finnischen Handy-Riesen Nokia angekündigt. Die beiden Unternehmen legen ihre Netzwerkgeschäfte zusammen und schaffen so den drittgrößten Telekom-Ausrüster der Welt. Das operative Geschäft der Kommunikationssparte (Com) und den Übergang ins Joint Venture leitet seit 1. Mai Eduardo Montes. Spekuliert wird, dass der Vertraute von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld mittelfristig in den Zentralvorstand aufsteigen könnte.Ganswindt hatte die Com-Sparte vor Montes' Antritt kommissarisch geleitet. Der 1960 in Oberhausen geborene Maschinenbauingenieur kam Anfang 1989 zu Siemens, wo er in der Automatisierungstechnik seine Karriere startete. Nach verschiedenen Managerposten in der Verkehrstechnik-Sparte stieg er im Dezember 1999 in den Bereichsvorstand auf und wirkte laut Siemens «entscheidend am Turnaround des Geschäftes» mit.
Im September 2001 übernahm er den Chefposten im Bereichsvorstand der Netzwerksparte ICN, die unter dem Preisverfall wegen des rasanten technologischen Wandels litt. Im Zuge etlicher Restrukturierungen wurden die Bereiche Mobilfunk und Festnetz am 1. Oktober 2004 zur Com-Sparte zusammengelegt, im Sommer 2005 verschenkte Kleinfeld das Handy-Geschäft.