Siemens-Vorstand Ganswindt verlässt Konzern
08.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ganswindt wird demnach Vorstandschef der Elster Group, der ehemaligen Ruhrgas Industries, in Luxemburg. Über ein Ausscheiden des Managers war seit längerem spekuliert worden, nachdem Siemens seine Krisensparte abgestoßen hatte. Sein Vertrag wäre erst im September 2007 ausgelaufen
Ganswindt hatte die Com-Sparte vor Montes' Antritt kommissarisch geleitet. Der 1960 in Oberhausen geborene Maschinenbauingenieur kam Anfang 1989 zu Siemens, wo er in der Automatisierungstechnik seine Karriere startete. Nach verschiedenen Managerposten in der Verkehrstechnik-Sparte stieg er im Dezember 1999 in den Bereichsvorstand auf und wirkte laut Siemens «entscheidend am Turnaround des Geschäftes» mit.
Im September 2001 übernahm er den Chefposten im Bereichsvorstand der Netzwerksparte ICN, die unter dem Preisverfall wegen des rasanten technologischen Wandels litt. Im Zuge etlicher Restrukturierungen wurden die Bereiche Mobilfunk und Festnetz am 1. Oktober 2004 zur Com-Sparte zusammengelegt, im Sommer 2005 verschenkte Kleinfeld das Handy-Geschäft.
Die Elster Group, deren Leitung Ganswindt übernimmt, ist den Angaben zufolge der weltweit führende Hersteller von Messtechnik für die Gas-, Elektro- und Wasserversorgungsindustrie. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg hat mehr als 9000 Mitarbeiter in 37 Ländern. (nz)

