netzeitung.deArnolds bot Aufträge zu Dumping-Preisen

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Arnolds-Firmengelände in Essen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Arnolds-Firmengelände in Essen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der in einen Betrugsskandal verwickelte Geldtransporteur Arnolds hat nach Aussage von Verdi zu den Dumping-Anbietern gehört. Ob überhaupt noch etwas zu retten sei, bleibe abzuwarten.

Nach dem Insolvenzantrag des Sicherheitsdienstes Arnolds geht Verdi davon aus, dass noch in dieser Woche eine Entscheidung über die mögliche Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gefällt wird. «Wir werden sehen, ob da überhaupt noch etwas zu retten ist», sagte das zuständige Verdi-Sekretär Ralf Hübsch, am Montag in Düsseldorf.

Arnolds habe zu den Dumping-Anbietern am Markt gehört, betonte er. «Ich gehe davon aus, dass viele der Aufträge sich nicht rechnen. Das wird auch der Insolvenzverwalter so sehen.» Derzeit laufe der Betrieb des Unternehmens jedoch trotz des Absprungs von Kunden vor allem aus dem Bereich des Geld- und Werttransports weiter.

Konkurrent braucht Mitarbeiter
In der vergangenen Woche waren drei Gesellschafter der Firma verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, Gelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Die Staatsanwaltschaft veranschlagt die Summe der unterschlagenen Gelder auf rund 18,5 Millionen Euro. Damit sollen Finanzlöcher im laufenden Betrieb gestopft worden sein.

Mit dem als Insolvenzverwalter eingesetzten Rechtsanwalt Rolf Otto Neukirchen wolle die Gewerkschaft über mögliche Auflösungsverträge für diejenigen Arnolds- Beschäftigten verhandeln, die bereits Aussicht auf einen neuen Job hätten. Der Essener Konkurrent Kötter Security habe angekündigt, neue Mitarbeiter einstellen zu wollen. (nz)