Verdi will Arnolds-Angestellte vermitteln
30.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Bei Arnolds sind Gelder in zweistelliger Millionenhöhe veruntreut worden. Der Polizei zufolge haben die beiden Gesellschafter des nach eigenen Angaben größten privaten Sicherheits-Anbieters bei Vernehmungen am Mittwoch einen Fehlbetrag von rund 16,5 Millionen Euro eingeräumt. Sie waren damit einer unmittelbar bevorstehenden Durchsuchung der Geschäftsräume zuvorgekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte seit Anfang Juni wegen des Verdachts der Untreue gegen die Manager ermittelt.
Bei Arnolds selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. «Wir sind im Moment ziemlich kopf- und führungslos», hieß es dort. Bislang ist der Gewerkschaft zufolge noch kein Insolvenzantrag gestellt worden. «Wir hoffen aber, dass das bald erfolgt, damit wir mit dem Insolvenzverwalter in Kontakt treten können», sagte Gewerkschaftssekretär Hübsch.
Schon seit drei Jahren habe es mit Arnolds immer wieder Ärger wegen verspäteter Lohnzahlungen gegeben. Zuletzt habe man am Anfang mit einem der Geschäftsführer Gespräche über verspätete Zahlungen geführt. Dieser habe von einem Engpass gesprochen, der aber überwunden sei. (nz)

