BP soll Ölmärkte manipuliert haben
29. Aug 2006 11:37
 |  Tankwagen von BP | Foto: dpa |
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Nach dem Desaster in Prudhoe Bay steht BP erneut unter Beschuss: Die US-Justizbehörden ermitteln gegen den Ölkonzern wegen möglicher Manipulationen von Öl- und Benzinmärkten.
Der britische Ölkonzern BP sorgt erneut für negative Schlagzeilen. Wie das «Wall Street Journal» am Dienstag berichtete, ist BP wegen angeblicher Manipulation von Rohöl- und Benzinmärkten ins Visier der amerikanischen Behörden geraten. Die US-Wirtschaftszeitung bezieht sich dabei auf mit dem Fall vertraute Rechtsanwälte und Händler.Gegen BP läuft bereits eine Zivilrechtsklage in den USA wegen angeblicher Manipulation des Propangasmarktes. Zudem muss der Konzern in der kommenden Woche vor dem US-Kongress zu den Pipeline- Problemen und dem Produktionsausfall in dem Ölfeld im Norden Alaskas Stellung nehmen.
Ermittlungen seit über einem Jahr
Bei den jüngsten Untersuchungen handelt es sich dem Bericht nach um mögliche Manipulationen von weltweiten außerbörslichen Märkten in den Jahren 2003 und 2004. Diese Märkte umfassen unter anderem den elektronischen Handel von Produkten, die nicht an den Rohstoffbörsen gehandelt werden oder über Marktplätze abgewickelt werden, die nicht direkt von den staatlichen Regulierungsbehörden überwacht werden. Die Untersuchungen mit Blick auf die Benzinmärkte, die von den US-Justizbehörden initiiert wurden, laufen bereits seit einem Jahr. Sie bezögen sich auf einen einzigen Handelstag an der US-Warenterminbörse New York Mercantile Exchange, hieß es unter Verweis auf die Rechtsanwälte.
BP will kooperieren
Ein Konzernsprecher in Großbritannien bestätigte, dass die US-Behörden ermittelten und der Konzern vollständig kooperiere. Details nannte er keine. Allerdings berichtete das «WSJ», dass von den Untersuchungen nicht nur BP, sondern auch zahlreiche andere Unternehmen betroffen seien.Die Behörden werfen BP unter anderem vor, mit Informationen über seine eigenen Pipelines und Reserve- Tanks eines seiner wichtigsten Ölfelder im US-Bundesstaat Oklahoma, die Rohölpreise an den weltweiten Märkten manipuliert zu haben. (nz)