netzeitung.dePost warnt vor massivem Jobabbau

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Post-Chef Klaus Zumwinkel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Post-Chef Klaus Zumwinkel
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Post-Chef Zumwinkel sieht durch die Abschaffung des Briefmonopols mehrere Tausend Jobs in Gefahr. Betriebsbedingte Kündigungen wollte er nicht komplett ausschließen.

Durch die Öffnung des Briefmarktes stehen Tausende Jobs bei der Deutschen Post
auf dem Spiel. Schlimmstenfalls drohten 10.000 Stellen bei der Post wegzufallen, sagte Konzernchef Klaus Zumwinkel der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ). Er hoffe, dass sich diese Entwicklung ohne betriebsbedingte Kündigungen bewältigen lasse.

Zumwinkel wollte dafür allerdings keine Garantie geben: «Ich bin Treuhänder vieler mir anvertrauter Milliarden, und wenn es eines Tages keine Arbeit mehr geben sollte, könnte ich die Beschäftigten nicht guten Gewissens weiter bezahlen».

Verschiebung noch möglich
Aus seinen Gesprächen mit der Bundesregierung habe er den Eindruck mitgenommen, dass die Verschiebung der für Ende 2007 geplanten Monopolstreichung weiter eine Option sei. «Diese Waffe darf man in den kommenden EU-Verhandlungen nicht aus der Hand geben», betonte der Vorstandsvorsitzende. Zumwinkel warnte davor, dass die Post ins Hintertreffen gerate, weil Frankreich, Italien und viele andere EU-Staaten ihr Briefmonopol nicht aufgeben wollten. Die Verhandlungen darüber sollen Anfang 2007 unter deutschem EU-Vorsitz beginnen. (nz)