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Dresdner Bank sieht sich auf gutem Weg

11. Aug 2006 14:59
Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter
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Die Dresdner Bank hat im operativen Geschäft deutlich zugelegt. Trotzdem will die Bank-Tochter des Versicherungskonzerns Allianz weiter sparen.

Nach einer Verdoppelung des operativen Ergebnisses in den ersten sechs Monaten ist die Dresdner Bank für die zweite Jahreshälfte etwas zurückhaltender. Kosten von rund 400 Millionen Euro für den geplanten Abbau von 2480 Jobs, eine höhere Risikovorsorge und weniger günstige Marktbedingungen könnten das Wachstum abschwächen, teilte die Konzern-Tochter der Allianz am Freitag in Frankfurt mit.

Unter dem Strich verdiente die Dresdner Bank im ersten Halbjahr weniger, da im Vorjahreszeitraum den Angaben zufolge hohe Erlöse aus Anteilsverkäufen erzielt worden waren. Das Ergebnis nach Steuern sank um 43 Prozent auf 892 Millionen Euro. Nach 824 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten werde für das Gesamtjahr ein operativer Gewinn von mindestens 1,2 Milliarden Euro anvisiert, kündigte Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter an.

Effienz soll gesteigert werden

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Gegenüber dem traditionell starken ersten Quartal gingen der Provisionsüberschuss und das Handelsergebnis von April bis Juni zurück, während der Zinsüberschuss zulegte. Die in der Vergangenheit wenig erfolgreiche Investmentbanking-Sparte verzeichnete 2006 bisher das höchste Ertragswachstum.

Trotz der positiven Entwicklung will die Dresdner Bank weiter die Kosten senken: «Die Richtung stimmt, aber bei der Effizienz haben wir noch Potenzial», betonte Walter. «Wir haben einen wichtigen Schritt in Richtung profitables Wachstum gemacht und sind zuversichtlich, dass wir damit unsere ehrgeizigen Ziele für dieses Jahr erreichen werden», fügte er hinzu.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Der geplante Jobabbau von knapp 2500 Stellenb soll je zur Hälfte in Steuerungsfunktionen und in der Prozessverarbeitung vonstatten gehen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, seien aber nicht ausgeschlossen, betonte der Bank-Chef. Die Bank beschäftigte zum 30. Juni in Vollzeit 27.964 Mitarbeiter.

Beim Mutterkonzern Allianz sollen etwa 5000 Stellen wegfallen. Verdi hat massive Proteste gegen den Abbau angekündigt. Die Gewerkschaft kritisiert, dass der Konzern Arbeitsplätze abbaut, obwohl gleichzeitig im gesamten Unternehmen ein Gewinn von über vier Milliarden Euro angefallen ist.

Walter lobte die konzerninterne Zusammenarbeit mit der Versicherungssparte im Rahmen des «integrierten Finanzdienstleisters». Im ersten Halbjahr seien 141.000 neue Kunden über die Allianz-Agenturen gewonnen worden, was einer Steigerung von 40 Prozent entspricht. Die Zahlen der Dresdner Bank unterscheiden sich wegen unterschiedlicher Rechnungslegung nach wie vor geringfügig von denen, die die Allianz selbst für die Bank in ihren Geschäftsberichten nennt. (nz)

 
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