27. Jul 2006 17:17
Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat allein in den vergangenen drei Monaten gut zehn Milliarden Dollar verdient. Historisch hohe Rohstoffpreise bescherten dem Konzern einen satten Gewinnanstieg.
Der amerikanische Ölkonzern Exxon Mobil hat wie auch die Konkurrenz kräftig von den hohen Energiepreisen profitiert. Der Konzern wies im zweiten Geschäftsquartal einen Gewinnanstieg von 36 Prozent aus. Wie Exxon Mobil am Donnerstag in Irving im US-Bundesstaat Texas mitteilte, verbesserte sich das Ergebnis auf 10,36 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Nettogewinn von 1,72 Dollar je Aktie. Damit übertraf der weltweit größte börsennotierte Konzern die Prognosen der Experten, die mit 1,64 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 99,03 Milliarden Dollar. Damit ist der Konzern das erste Unternehmen in der US-Firmengeschichte, welches einen Erlös von mehr als einer Milliarde Dollar im Schnitt pro Tag erzielte. Exxon führte den Gewinnsprung auf historisch hohe Ölpreise und wachsende Erträge aus dem Gas-Geschäft zurück. Zudem hätten sich die Margen im Raffineriegeschäft verbessert.
Der Quartalsgewinn war der zweithöchste Gewinn der Firmengeschichte - noch höher war er nur im vierten Quartal 2005 mit rund 10,7 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2005 hatte Exxon ebenfalls ein Rekordergebnis von 36,1 Milliarden Dollar verbucht. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurden im zweiten Quartal 7,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre verteilt und zwar in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen. In den ersten sechs Monaten 2006 erzielte Exxon einen Rekordgewinn von 18,8 Milliarden Dollar oder 3,09 Dollar je Aktie. Das seien 21 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr 2005.