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Hoher Ölpreis bringt BP Gewinnsprung

25. Jul 2006 09:55
BP-Chef Lord John Browne
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Der hohe Ölpreis hat BP erneut einen drastischen Ergebnissprung gebracht. Bis 2008 muss sich der Konzern nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden umgeschaut haben.

Der britische Ölkonzern BP hat angesichts der Rekordpreise für Rohöl im zweiten Quartal erneut einen deutlichen Gewinnsprung verbucht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, stieg der Nettogewinn auf 7,27 Milliarden Dollar – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Angesichts der neuen Rekordstände beim Ölpreis ist die Entwicklung nicht überraschend. Ein Barrel (159 Liter) US-Öl kostete am Dienstag im asiatischen Handel wieder über 75 Dollar und näherte sich damit dem Rekordstand von 78,40 Dollar, der in den vergangenen Wochen im Zuge der Eskalation des Nahost-Konflikts erreicht worden war.

Produktion erhöhen

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Der BP-Vorstandsvorsitzende John Browne versucht derzeit alles, um die Produktion zu erhöhen und damit noch stärker von den hohen Preisen am Markt zu profitieren. Die Raffinerie von BP in Texas hat erst im März ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Wirbelstürme im vergangenen Jahr hatten zu einem monatelangen Ausfall des BP-Standorts geführt.

Das gute Ergebnis täuscht aber nicht über die Querelen der vergangenen Tage und Wochen in der Führungsetage von BP hinweg. Browne wurde vom Verwaltungsrat des Unternehmens unter Druck gesetzt, öffentlich zu erklären, dass er 2008 als Vorstandsvorsitzender abtritt. Browne übersteigt dann die interne Altersgrenze von 60 Jahren.

Am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen gab Browne nach und erklärte seinen Rückzug: «Ich werde 2008 ausscheiden», sagte der 58 Jahre alte Manager. «Auch wenn man mich bitten würde, zu bleiben, würde ich ablehnen.»

Streit mit Sutherland

Nach einem Bericht der britischen «Financial Times» hatte es erst am Montagabend noch ein Gespräch zwischen Browne und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Peter Sutherland, gegeben.

Nach Ansicht von Sutherland muss ein Unternehmen immer wichtiger sein als jeder einzelne Mitarbeiter. Er lehnt eine Ausnahmeregelung für Browne ab und forderte ihn auf, «die Situation zu klären». Dem ist Browne jetzt nachgekommen.(nz)

 
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