netzeitung.deAllianz einigt sich mit Aktionären

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Allianz-Zentrale München (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Allianz-Zentrale München
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Die Allianz kann sich im Herbst in eine Europa-AG umwandeln. Das Unternehmen einigte sich mit Aktionären die gegen den Umbau geklagt hatten.

Der Weg für den umfassenden Umbau des Versicherers Allianz
ist frei. Das Unternehmen einigte sich mit 13 Aktionären, die gegen die Beschlüsse einer außerordentlichen Hauptversammlung im Februar geklagt hatten. Damit kann die Allianz in eine Europa-AG umgewandelt und mit der italienischen Tochter RAS verschmolzen werden.

Die Aktionäre hätten mit ihren Anfechtungsklagen den Umbau wohl nicht verhindern können. Der Allianz bleibt mit der Einigung aber eine möglicherweise jahrelange Auseinandersetzung erspart. «Das gibt uns Planungssicherheit», sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch in München. Laut Allianz wurden den Klägern keine finanziellen Vorteile gewährt oder in Aussicht gestellt. Allerdings sollen ihnen die Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von durchschnittlich 72.000 Euro je Kläger ersetzt werden.

Betriebsrat fehlt noch
Das Landgericht München I bestätigte die Einigung auf einen Vergleich. Damit sei auch die Verkündung einer Entscheidung über den Freigabeantrag der Allianz an diesem Donnerstag hinfällig. Bei einem mündlichen Verhandlungstermin im Juni hatte der Vorsitzende Richter bereits angedeutet, dass er dem Freigabeantrag der Allianz stattgeben könnte.

Die Allianz will sich nach 116 Jahren als AG als erster deutscher Großkonzern in eine Europa-AG umwandeln. Die neue Rechtsform der Societas Europaea (SE) ermöglicht es Unternehmen, die europaweiten Geschäfte in einer Holding zusammenzufassen, statt wie bisher für jedes Land rechtlich eigenständige Landesgesellschaften haben zu müssen. Vor der Eintragung als Allianz SE im Herbst muss nun vor allem noch ein europäischer Betriebsrat gegründet werden. (nz)