Allianz einigt sich mit Aktionären
Die Aktionäre hätten mit ihren Anfechtungsklagen den Umbau wohl nicht verhindern können. Der Allianz bleibt mit der Einigung aber eine möglicherweise jahrelange Auseinandersetzung erspart. «Das gibt uns Planungssicherheit», sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch in München. Laut Allianz wurden den Klägern keine finanziellen Vorteile gewährt oder in Aussicht gestellt. Allerdings sollen ihnen die Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von durchschnittlich 72.000 Euro je Kläger ersetzt werden.
Die Allianz will sich nach 116 Jahren als AG als erster deutscher Großkonzern in eine Europa-AG umwandeln. Die neue Rechtsform der Societas Europaea (SE) ermöglicht es Unternehmen, die europaweiten Geschäfte in einer Holding zusammenzufassen, statt wie bisher für jedes Land rechtlich eigenständige Landesgesellschaften haben zu müssen. Vor der Eintragung als Allianz SE im Herbst muss nun vor allem noch ein europäischer Betriebsrat gegründet werden. (nz)

