Nach Ansicht der Experten wird das Problem jedoch auch in Zukunft weiter bestehen und an Bedeutung zunehmen. «Die Verbreitung des Bundesligasignals über VDSL hat zurzeit nur einen begrenzten Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung», hieß es. «Der Erwerb weiterer Programmrechte durch die Telekom würde allerdings aufgrund der Bundesbeteiligung eine Neubewertung erfordern.»Die Telekom plant, die Bundesliga über noch zu schaffendes neues Glasfasernetz zu übertragen. Damit wird der ehemalige Staatskonzern zunehmend vom Infrastrukturanbieter auch zum Inhalte-Anbieter. Zudem ist der Bund mittelbar und unmittelbar mit 38 Prozent an der Telekom beteiligt. Die Mediengesetze der Länder schreiben die Staatsferne des Rundfunks vor.
Die Medienaufseher forderten die Telekom auf, keine weiteren TV-Rechte «insbesondere keine exklusiven Filmrechte und Übertragungsrechte an Großereignissen» mit der Absicht zu erwerben, sie anschließend über die Lizenz eines Dritten auf der eigenen Plattform zu verbreiten. (nz)