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Lupe Premiere überträgt Arena-Fußball

Arena hat sich mit Premiere auf die Übertragung der Fussball-Bundesliga geeinigt. Kabel Deutschland gönnt Premiere das Geschäft: Damit sei ohnehin kaum Geld zu verdienen.

Der neue Bundesligasender Arena ist künftig auch im Kabelnetz flächendeckend in ganz Deutschland empfangbar. Dabei wird der Bezahlsender Premiere
als Plattform dienen und Arena im Kabel vermarkten, wie der Münchener Pay-TV-Sender am Donnerstag mitteilte. Technisch könnten mit dieser Lösung rund 9,6 Millionen Zuschauer in den Netzen der Kabel Deutschland GmbH (KDG) erreicht werden. Zu einem Preis machte Premiere keine Angaben.

Für Premiere ist die Einigung möglicherweise existenziell: Der Sender hatte die Live-Übertragungsrechte im Dezember an Arena verloren und sich seither vergeblich bemüht, auf verschiedenen Wegen doch noch an die Senderechte zu kommen.

Kein Protest von KDG
Der überraschenden Einigung waren harte Verhandlungen zwischen Arena und KDG vorausgegangen. Der Kabelnetzbetreiber, der Kunden in 13 Bundesländern bedient, wollte Arena zu möglichst günstigen Konditionen drängen: Wäre es zu keiner Einigung gekommen, hätten möglicherweise die Hälfte aller am Kabel angeschlossenen Haushalte zum Start der nächsten Bundesliga-Saison im August nicht die Chance gehabt, Live-Übertragungen beim Rechteinhaber Arena zu sehen.

Die Kooperation zwischen Arena und Premiere will KDG offenbar dulden. «Wir fänden es positiv, wenn unsere Kabelkunden Fußball sehen könnten», kommentierte ein KDG-Sprecher am Donnerstag. Die Fußball-Übertragungen seien für das Unternehmen ohnehin nie von höchster Wichtigkeit gewesen: «Wir haben nie erwartet, dass viel Geld damit zu verdienen wäre», sagte er.

Premiere-Decoder reicht
Premiere hat nach eigenen Angaben entschieden, Einzelabonnements zunächst für 14,90 Euro anzubieten. Premiere-Kunden empfangen die Übertragungen wie bisher über ihren Decoder – ein Zusatzgerät ist nicht erforderlich. Über Premiere, Kabel Baden-Württemberg und die eigenen Muttergesellschaft Unity Media erreicht Arena somit praktisch alle Kabelkunden in Deutschland.

Über Satellit verbreitet Arena das Programm hingegen auf einer eigenen Plattform. Anleger quittierten das Geschäft mit Aktienkäufen: Premiere-Anteile legten am Morgen an der Frankfurter Börse um rund 25 Prozent zu. (nz)