08. Jul 2006 15:29
Eine Versicherung kommt offenbar für den Millionenschaden durch Lustreisen bei VW auf. Für Ex-Personalchef Hartz könnte die Spesen-Affäre ein glimpfliches Ende nehmen.
wird die Spesenaffäre zum Versicherungsfall. Ein internationaler Versicherungskonzern sei bereit, eine Summe von rund 4,5 Millionen Euro zu zahlen. Das berichtet das Magazin «Focus».Der Volkswagen-Konzern habe für seinen ehemaligen Personalvorstand Peter Hartz eine Manager- Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Mit der Police werde das finanzielle Risiko bei Fehlverhalten von Managern abdeckt. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht am Samstag jedoch nicht kommentieren.
Im Fall der VW-Affäre sollen die Kosten für Lustreisen von Betriebsräten über das persönliche Spesenkonto von Hartz gelaufen sein, hieß es. Nach der Einigung mit der Versicherung wolle Volkswagen auf eine zuvor geplante Schadenersatzklage gegen Hartz verzichten. Ob sich die Versicherung das Geld von Hartz wiederholen könne, sei fraglich: Nur, wenn dem ehemaligen Manager vorsätzliches Handeln nachgewiesen werde, müsse er für den Schaden aufkommen. Ein solcher Nachweis sei jedoch schwer zu führen.
Wann der Schaden beglichen wird, ist noch nicht klar. Der VW-Aufsichtsrat müsse dem Versicherungsfall noch zustimmen, hieß es.