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Gewinnzuwachs bei Gasprom enttäuscht

07. Jul 2006 11:58, ergänzt 18:34
Ölbohrung in Sibirien
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Trotz einer Steigerung des Überschusses um fast die Hälfte geben Gasprom-Aktien an der russischen Börse ab: Nach dem Zukauf des Ölkonzerns Sibneft hatten Experten dem weltgrößten Gasförderer mehr zugetraut.

Der staatlich kontrollierte russische Monopolist Gasprom hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 311 Milliarden Rubel erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 49,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag in Moskau mitteilt. Umgerechnet entspricht der Reingewinn fast 9,2 Milliarden Euro.

Der Umsatz wurde mit fast 1,4 Billionen Rubel angegeben. Im Jahr 2004 hatten sich Verkäufe noch auf knapp 977 Milliarden Rubel summiert. Neben den steigenden Gaspreisen ist der Erwerb des Ölförderers Sibneft ein Grund für die kräftige Umsatzsteigerung. Die Kosten für den Kauf trieben die Nettoschulden um 60 Prozent auf 797,5 Milliarden Rubel nach oben. Gasprom hatte dem Vorbesitzer Roman Abramowitsch mehr als 13 Milliarden Dollar für seine 72-prozuentige Mehrheit an Sibneft überwiesen.

Preiserhöhungen treiben Umsatz hoch

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Bei den Erträgen hatten Experten indes ein größeres Plus erwartet. In der Folge lagen Aktien des mehrheitlich in staatlichem Besitz befindlichen größten Gasförderer der Welt an der russischen Börse am späten Nachmittag gut ein Prozent im Minus.

Allein 619 Milliarden Euro erlöste Gasprom nach eigenen Angaben aus dem Geschäft mit westeuropäischen Abnehmern. Grund sind die erhöhten Preise: Der Absatz nach Westeuropa nahm binnen Jahresfrist nur um zwei Prozent zu, wie es weiter hieß. Weil auch die zuvor stark subventionierten Preise für Kunden in früheren Sowjetrepubliken angehoben wurden, stieg hier der Umsatz im Jahresvergleich um 58 Prozent auf 108 Milliarden Rubel an. Allerdings wurde in die früheren Schwesterrepubliken auch erheblich mehr Gas geliefert.

Ukraine-Tochter höchst profitabel

Die Tochter Rosukrenergo trug mit einem Überschuss von 21,3 Milliarden Rubel zum Konzernergebnis bei, teilte Gasprom weiter mit. Sie verzeichnete demnach einen Umsatz von 121 Milliarden Rubel. Die Tochter war Anfang des Jahres gegründet worden, um den Gasstreit mit der Ukraine wegen der Preiserhöhungen beizulegen. An ihr sind auch die ukrainischen Geschäftsmänner Dimitri Firtasch und Iwan Fursyn beteiligt. (nz)

 
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