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BP will bei Rosneft einsteigen

06. Jul 2006 11:22
Tanklastwagen von BP
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Der britische Konzern BP und der chinesische Konkurrent CNPC wollen sich offenbar über einen Einstieg bei Rosneft den Zugang zum russischen Ölmarkt sichern. Der geplante Börsengang von Rosneft kommt nur schleppend voran.

Der britische Ölkonzern BP will sich einem Pressebericht zufolge an dem russischen Ölproduzenten Rosneft beteiligen. Wie die russische Wirtschaftszeitung «Wedomosti» am Donnerstag unter Berufung auf BP-Unternehmenskreise berichtete, wollen die Briten bei dem am Montag anstehenden Börsengang von Rosneft Anteile erwerben. BP will demnach einen Preis über Marktniveau zahlen.

Im Gegenzug für eine Beteiligung an Rosneft könnten die Briten günstigere Konditionen für seine Projekte in Russland fordern, hieß es weiter. Ein Konzernsprecher von BP wollte den Bericht nicht kommentieren.

Strategische Investoren im Visier

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Der Zeitung zufolge hat Rosneft 15 internationalen Energie-Unternehmen angeboten, einen Anteil von fünf Prozent zu übernehmen. Allerdings reagierten die Konzerne verhalten: Der Preis zwischen 5,85 und 7,85 Dollar, den Rosneft fordere, sei zu hoch. Auf Basis dieses Preises liege der Wert des russischen Unternehmens bei 60 bis 80 Milliarden Dollar.

Ähnliches hatte auch das «Handelsblatt» zuvor berichtet. Der Börsengang von Rosneft käme wegen der zögerlichen Haltung westlicher Investmentfonds nicht wie geplant voran. Deshalb will Rosneft jetzt strategische Investoren von einem Einstieg überzeugen.

Klagen gegen Börsengang

Dabei sei der chinesische Energiekonzern China National Petroleum (CNPC) größter Favorit, hieß es weiter. Die Chinesen könnten Aktien für bis zu drei Milliarden Dollar kaufen. Im Gegenzug forderten sie einen besseren Zugang zur Ölförderung in Russland. Rosneft und CNPC hätten gemeinsam «große Pläne», sagte ein Sprecher von Rosneft der Zeitung, lehnte allerdings jeglichen weiteren Kommentar dazu ab.

Russlands drittgrößter Ölförderer will bei dem geplanten Börsengang 14,3 Prozent seiner Aktien platzieren und hofft auf einen Erlös von acht und 10,6 Milliarden Dollar. Gegen das Vorhaben laufen dem «HB» zufolge allerdings Klagen des zerschlagenen Konkurrenten Jukos. Wegen angeblicher Steuerschulden in Milliardenhöhe war die wichtigste Tochtergesellschaft Jugansneftegas vor eineinhalb Jahren in einer umstrittenen Auktion zwangsversteigert worden, um Teile der Steuernachforderung zu decken. Über eine Strohfirma gelangte das Unternehmen in Besitz des staatlichen Ölkonzerns Rosneft. (nz)

 
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