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«Goleo»-Hersteller will mit Jobabbau überleben

28. Jun 2006 16:41
WM-Maskottchen
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Der «Goleo»-Hersteller Nici will mit dem geplanten Stellenabbau den Zusammenbruch des Unternehmens abwenden. Jetzt müsse mit Hochdruck nachgeholt werden, was in all den Jahren zuvor versäumt worden sei.

Der insolvente Plüschtier-Produzent Nici ist zuversichtlich, mit dem angekündigten Personalabbau das Unternehmen retten zu können. Das Tagesgeschäft habe sich normalisiert, die Winterkollektion sei bestellt und komme auf den Markt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Altenkunstadt mit. Zuvor hatte der Hersteller des WM-Maskottchens «Goleo» angekündigt, 99 Mitarbeiter zu entlassen und die Verträge von 24 zeitlich befristeten Beschäftigten nicht zu verlängern. Derzeit beschäftigt Nici rund 576 Mitarbeiter.

Insolvenzverwalter Michael Jaffé bezeichnete die Entlassungen als eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. «Wir müssen jetzt mit Hochdruck und unter schwierigsten Bedingungen nachholen, was die Jahre vorher versäumt worden ist.» Einen Personalplan für die betroffenen Mitarbeiter werde es nicht geben. Den Angaben nach reicht das Insolvenzgeld noch bis Ende Juli. Von da an muss Nici die Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter wieder selbst erwirtschaften.

Starke Nachfrage nach «Goleo»

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Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Nici nach Angaben des Insolvenzverwalters einen Umsatz deutlich unter 100 Millionen Euro. Eine endgültige Zahl könne noch nicht genannt werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Jaffé mit stabilen Umsätzen. Die Nachfrage nach «Goleo» habe sich seit Beginn der Fußball-WM deutlich erhöht, teilte Nici zudem mit. Es seien Nachbestellungen von rund 700.000 Stück eingegangen. Erst nach der Fußball-WM könne genau beziffert werden, wie viele Maskottchen insgesamt verkauft worden seien.

Nici hatte im Mai Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Schon bald nachdem die Pleite öffentlich geworden war, wurde Nici-Gründer Ottmar Pfaff verhaftet. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des schweren Betrugs. Der bereits entlassene Vorstandschef hat angeblich über 40 Millionen Euro veruntreut. (nz)

 
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