19.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
KarstadtQuelle-Chef Thomas Middelhoff
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
KarstadtQuelle prüft Zukäufe im In- und Ausland. Zudem will Konzernchef Middelhoff beim Weiterverkauf der Immobilien noch etwas warten, um mehr rauszuholen als geplant.
Der Handelskonzern KarstadtQuelle
will im In- und im Ausland durch Übernahmen seine Geschäftsaktivitäten erweitern. «Wir wollen uns nicht festlegen, aber das könnte noch in diesem Jahr sein», sagte Vorstandschef Thomas Middelhoff der Tageszeitung «Die Welt». Dabei interessiert er sich insbesondere für den Versandhandel, E-Commerce und Teleshopping.
Wenn die Ausweitung dieser Geschäfte durch Übernahmen schneller gehe, «werden wir uns das sehr genau anschauen», betonte Middelhoff. Im Ausland erwägt er Akquisitionen im «gehobenen Warenhaus-Segment». Zudem seien Einkaufsgemeinschaften mit internationalen Wettbewerbern interessant.
Mehr als 800 Millionen Den geplanten Weiterverkauf der KarstadtQuelle-Immobilien will Middelhoff nicht überstürzen: «Wir sollten besser warten. Ich bin sicher, dass wir innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre mehr als die eingeplanten 800 Millionen Euro machen können». KarstadtQuelle hatte die Immobilien, insbesondere die Kaufhäuser des Konzerns, vor wenigen Monaten an eine Gesellschaft verkauft, an der KarstadtQuelle mit 49 Prozent beteiligt ist. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält mit 51 Prozent die Mehrheit an der Gesellschaft. Die Immobilien sollen später weiter veräußert werden, wenn der Wert der Liegenschaften gestiegen ist.
Middelhoff will dem Bericht zufolge Ende 2008 seinen Posten bei KarstadtQuelle räumen und in die Private Equity-Branche zurückkehren. Vor seinem Einstieg in Essen war Middelhoff Partner und Europa-Chef der Londoner Private Equity-Gesellschaft Investcorp.
Versandhandel in neuen HändenAm Montag hatte der Konzern zudem die Neubesetzung weitere Führungspositionen im Versandhandel bekannt gegeben. Nachdem zum Jahresbeginn Marc Sommer die Verantwortung für den Versandhandel übernommen hatte, sollen nun drei weitere Manager folgen. Sie sollen die umsatzschwache Sparte wieder in Schwung bringen. (nz)