So zufrieden sich Körber auch über den bisherigen Verlauf des Jahres 2006 äußerte: Nur rosig sieht es bei Metro nicht aus. Der Konzern hat derzeit vor allem mit den Problem bei seiner defizitären Sparte Real zu kämpfen. Der Wettbewerbsdruck im Lebensmitteleinzelhandel und der Skandal um umetikettiertes Hackfleisch im Vorjahr hatten der Supermarktkette zugesetzt.Im ersten Quartal konnte Metro deshalb zwar seinen Umsatz steigern, musste allerdings auf der Ergebnisseite einen Rückgang hinnehmen. Konzernchef Körber bekräftigte die Entschlossenheit der Metro-Führung, trotz der derzeitigen Probleme an der Sparte festzuhalten. Durch zahlreiche Einzelmaßnahmen werde Real mittelfristig «als wesentlicher Teil des Portfolios der Metro Group zu alter Stärke geführt werden», sagte der Manager.
Auf dem deutschen Markt erwartet Metro in diesem Jahr durch die Fußball-WM eine Belebung des Einzelhandelsgeschäfts. Zudem geht der Konzern davon aus, dass die Verbraucher wegen der Mehrwertsteuer-Erhöhung zum 1. Januar 2007 größere Anschaffungen zeitlich vorziehen. Für eine langfristige Verbesserung des Konsumklimas in Deutschland müsste die Politik allerdings «den Mut finden, die Sozialsysteme grundlegend zu reformieren und den Arbeitsmarkt zu deregulieren», forderte Körber. (nz)