17.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In ihrem Bemühen um Euronext gibt sich die Deutsche Börse noch nicht geschlagen: Offenbar wollen sich die Chefs der beiden Börsenbetreiber nochmals zusammensetzen.
Zwischen Deutsche Börse
und ihrem Wunschkandidaten Euronext soll es offenbar neue Verhandlungen geben. Die beiden Vorstandsvorsitzenden wollen sich in den nächsten Tagen zu neuen Gesprächen treffen, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochabend unter Verweis auf Kreise.
Noch vor der für kommenden Dienstag anstehenden Euronext-Hauptversammlung sollen Konzernvorstand Jean-Francois Theodore und Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni zusammenkommen, hieß es. Die beiden Unternehmen wollten den Bericht nicht kommentieren.
Auf der Suche nach Alternativen Das «Wall Street Journal» hatte am Dienstag über fortgeschrittene Übernahmegespräche zwischen der Euronext-Führung und dem Management der New York Stock Exchange (Nyse) berichtet. Sie führe mit mehreren Seiten Gespräche, nicht nur mit den Frankfurtern, hieß es seitens der Vierländerbörse. Aktionäre, die etwa 20 Prozent des Kapitals stellen, wollen auf der Hauptversammlung auf ein Zusammengehen mit dem Frankfurter Konkurrenten dringen.
Am Mittwoch schrieb das «WSJ», das Management der Deutsche Börse prüfe Alternativen, sollte ein Zusammenschluss mit Euronext scheitern. Der Vorstand erwäge unter anderem eine Übernahme des kleineren Konkurrenten SWX aus der Schweiz sowie dem Betreiber der Mailänder Börse, Borsa Italiana. (nz)