12. Mai 2006 15:04
T-Mobile hat mit der Auslagerung von mehreren Tausend Jobs gedroht. Damit will die Telekom-Tochter Verdi bei den Verhandlungen über mögliche Einsparungen unter Druck setzen.
Im Streit mit Verdi hat der Mobilfunkanbieter T-Mobile den Ton verschärft: In den laufenden Gesprächen über Einsparungen habe T-Mobile mit der Auslagerung von über 3000 Stellen gedroht, sagte der Verhandlungsführer von Verdi, Ado Wilhelm, am Freitag in Bonn der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Demnach soll der komplette Service-Bereichs mit den Call-Centern ausgelagert werden. Tochter der Deutschen Telekom
Nach Angaben von Verdi drohte T-Mobile auch mit der Schließung von zwei bis drei Standorten, wodurch 450 Stellen wegfallen würden. Die Verhandlungen sind Teil des im vergangenen Jahr aufgelegten Sparprogramms, mit dem die Kosten bei dem Mobilfunkanbieter um 1,2 Milliarden Euro reduziert werden sollen. Gewerkschaft und Unternehmensführung suchen derzeit nach Möglichkeiten, um die Kosten bei den Call-Centern zu senken. Diese seien um bis zu 40 Prozent über dem Marktdurchschnitt, moniert T-Mobile.
Die Führung von T-Mobile schlug laut Verhandlungsführer Wilhelm unter anderem vor, die Schichtzulage zu streichen und eine zweite Lohnebene mit einer deutlich schlechteren Bezahlung einzuführen. Die Kosten sollten dadurch um 30 Millionen Euro gesenkt werden, fügte er hinzu. (nz)