Telekom bietet lediglich Einmalzahlung
12.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mit ihrem Angebot bleibt die Telekom weit hinter den Forderungen der Gewerkschaft zurück. Diese will Lohnerhöhungen in Höhe von 6,7 Prozent durchsetzen und begründet dies mit dem Milliardengewinn, den die Telekom im vergangenen Jahr erwirtschaftet hat.
Klinkhammer hofft auf eine baldige Einigung mit Verdi. Die Gewerkschaft will am Samstag in der Großen Tarifkommission über das Angebot der Telekom beraten.
«Auf dieser Basis brauchen wir nicht weiter zu reden», sagte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Er kritisierte, dass die Einmalzahlung nicht tabellenwirksam sei und die Telekom-Beschäftigten von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt würden.
Da das Angebot der Telekom nicht verhandlungsfähig sei, werde die Tarifkommission voraussichtlich für einen Abbruch der Gespräche stimmen, sagte Schröder weiter. «Die Warnstreiks würden dann zu Streiks mit tief greifender Wirkung ausgeweitet». Beendet werden die Arbeitskampfmaßnahmen sofort, wenn ein Tarifpartner einen Schlichter anruft und damit eine neue Friedenspflicht beginnt.
Der Konzern will bis Ende 2008 seine Mitarbeiterzahl um 32.000 senken, wovon vor allem T-Com betroffen ist. Der Abbau soll auf freiwilliger Basis über Abfindungsangebote und Frühpensionierung erreichen. Bisher haben nach Angaben des Unternehmens bereits 3500 Beschäftigte entschieden, aus dem Unternehmen auszuscheiden. (nz)

