11.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Das Logo der Computerbörse Nasdaq
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Computerbörse Nasdaq will auf jeden Fall verhindern, dass die New York Stock Exchange die Londoner Börse übernimmt. Der Preis für die Blockade ist aber sehr hoch.
Die amerikanische Computerbörse Nasdaq hat sich weitere Anteile an der Londoner Börse (LSE) gesichert, um so den Zugriff des ärgsten Konkurrenten, der New York Stock Exchange (Nyse) zu verhindern. Jetzt hält die Nasdaq 24,1 Prozent an der LSE, wie der Börsenbetreiber am späten Mittwochabend mitteilte. Zuvor waren es noch 18,7 Prozent.
Für die Anteile, die die Nasdaq von den LSE Aktionären UBS und Scottish Widows übernahm, musste das Unternehmen jedoch einen hohen Preis zahlen. Je Aktie lag der Kaufpreis bei 12,48 britischen Pfund drei Pfund mehr als die Nasdaq noch im März für eine Komplettübernahme zahlen wollte. Das Angebot wurde vom LSE-Management jedoch abgelehnt und in der Folge von der Nasdaq zurückgewiesen.
Nyse hat sich von Euronext verabschiedetMit den Zukäufen will die Nasdaq verhindern, dass die Nyse zugriff auf die LSE erhält. Nach einem Bericht der britischen «Financial Times» hat sich bei der Nyse mittlerweile die Meinung durchgesetzt, dass die LSE der bessere Partner für die amerikanische Börse ist. Zuvor war auch darüber spekuliert worden, dass die Nyse für die Vierländerbörse Euronext bieten könnte. Derzeit verhandelt die Euronext mit der Deutschen Börse
über eine Fusion.
Der Anteil der Nasdaq an der LSE ist zwar nicht hoch genug, um eine Übernahme durch die Nyse zu verhindern, aber ein solcher Schritt könnte zumindest erheblich behindert werden. «Wir sind zufrieden, dass wir unseren strategischen Anteil erhöhen konnten», sagte Nasdaq-Chef Bob Greifswald. (nz)